- Review
Hey Colossus und Mark Lanegan in der Zeitschleife
Für ihre neue Single „The Mirror“ haben sich Hey Colossus den Bariton des Amerikaners geliehen. Das Ergebnis ist denkbar atmosphärisch.
Die englischen Rocker von Hey Colossus haben am Freitag eine neue Single herausgebracht. Seht euch das Lyric Video zu „The Mirror“ oben auf unserer Seite an. Der Track ist der erste Vorgeschmack auf das Album „Dances/Curses“, das Hey Colossus am 6. November herausbringen. Auf „The Mirror“ ist die Londoner Band allerdings nicht allein: Sie hat sich Unterstützung von Mark Lanegan geholt. Der Bariton des Amerikaners, der sich als Fan von Hey Colossus geoutet hat, ist die einzige Stimme, die in dem Lied zu hören ist. Lanegan ist für diese Stimme bekannt – und auch „The Mirror“ profitiert von ihrem tiefen Klang.
Anstatt zu singen, spricht Lanegan vor der dronigen Soundwand, die die Band dahinter zusammenspinnt. Das erinnert an Slints „Spiderland“ oder Godspeed You! Black Emperors „Dead Flag Blues“. Worum es im Text des Songs gehen mag, wissen dabei wohl nur die Musiker selbst. Die Lyrics sind kryptisch, handeln von einem Plattenspieler, einem Schlüssel und einem Spiegel, der als eine Art Portal fungiert. Eins scheint jedoch klar: Am Ende ist Lanegans Erzähler wieder da, wo er am Anfang war.
Hey Colossus sind bei weitem keine Neulinge im Geschäft: 2020 werden sie achtzehn Jahre alt. In dieser Zeit haben die Briten ihren harten Sound weiterentwickelt, sind aber immer sperrig und DIY geblieben. Das kommende Album „Dances/Curses“ ist ein Doppelalbum, beeinflusst von Sludge, Hardcore, Noise, Krautrock und vielen anderen Stilen.
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