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Film

Hope im Kino: Adrenalin pur

Na Hong-jins Actionspektakel lässt Hollywood-Blockbuster links liegen. Aber was ist mit dem Plot?

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(Foto: Plus M Entertainment)

Mit Filmen wie dem epischen Horror „The Wailing“ ist Na Hong-jin als Regisseur bekannt geworden, der die verschiedensten Genres auf eigenwillige Art vermischt. Auch sein neuer Film „Hope“ ist bis zum Ende für Überraschungen gut. Los geht’s mit einer geballten Ladung Adrenalin, als die Kleinstadt Hope Harbour an der Grenze zu Nordkorea von einem Monster heimgesucht wird. Fast eine Stunde lang folgt Polizeichef Bum-seok (Hwang Jung-min) der Kreatur durch eine Schneise der Verwüstung. Na inszeniert die Verfolgungsjagd in Echtzeit und mit so viel Liebe zum Detail, dass der Puls keine Sekunde auf Normaltempo sinkt. In bester „Weißer Hai“-Manier erhascht Bum-seok – und damit das Publikum – dabei immer nur kurze Blicke auf das mysteriöse Wesen. Überhaupt bleibt seine Jagd im Ganzen sehr ineffektiv, stattdessen schießen er und ein kurzerhand rekrutierter Jäger versehentlich einen Bekannten über den Haufen. Denn auch sehr schwarzer Humor ist bei Na an der Tagesordnung.

Doch nachdem Bum-seok und seine kompetente Kollegin Sung-ae (Hoyeon) das Monster dann endlich doch erlegt haben, geht es erst richtig los: Na entfesselt einen Mix aus Sci-Fi-Abenteuer, Survival-Thriller und satirischer Komödie voll unerwarteter Wendungen, die hier nicht gespoilert werden sollen, auch wenn viele Trailer genau das tun. Nur so viel: Das Ungetüm erweist sich als nur eines von mehreren, und seine Motive sind komplexer als erwartet. Eine Gruppe von Jägern stößt im Wald auf die anderen Monster, und es kommt zum tödlichen Showdown – der das Adrenalin nach einer kurzen Verschnaufpause in der Mitte des Films wieder in die Höhe schnellen lässt. Dabei sind Schießereien, Kämpfe und Verfolgungsjagden im Auto und zu Pferd so perfekt choreografiert und inszeniert, dass Hollywood nur neidisch hinterherhecheln kann. Das ziemlich abrupte Ende des Films dürfte allerdings durchaus für Kontroversen sorgen: Parodiert Na hier vor allem aktuelle Franchise-Trends aus Hollywood? Oder versucht er stattdessen, sein eigenes Franchise zu starten? So oder so steht fest: Einen so atemberaubenden Film wie „Hope“ muss man auf der großen Leinwand schauen.

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