„If you go there, I hope you find it“ von The Paper Kites: Selbstverständlich schön
Auch bei ihrem siebten Album werden The Paper Kites wieder ziemlich romantisch. Ist das nun sanft oder kitschig?

Musik, die in romantischen Serien als Hintergrund dudelt, ist oft belanglos. Ein Vorwurf, den man auch The Paper Kites machen könnte, schließlich sind ihre Songs schon bei „Grey’s Anatomy“ oder „Virgin River“ im Einsatz gewesen. Und wirklich, der Indiefolk der Australier ist so aufregend wie eine Flasche Foster’s Bier. Aber trotzdem funktioniert er. Das kann daran liegen, dass die fünf Musiker schon zu Schulzeiten Freunde waren. Oder daran, dass Sam Bentley und Christina Lacey an Gitarre und Mikro einander hervorragend ergänzen. Oder einfach daran, dass The Paper Kites nicht den Fehler von Folk-Kolleg:innen wie Mumford & Sons oder Boy & Bear machen, ein sanftes Genre stadiontauglich aufzumotzen.
Ja, auch auf „If you go there, I hope you find it“, dem siebten Album der Band, klöppelt schon im Opener „Morning Gum“ das Banjo, wird mit „Change the Wind“ die Folkrock-Karte gezogen und mit „Shake off the Rain“ ein leichtes Schlafmittel verabreicht, aber das alles so selbstverständlich und schön, dass The Paper Kites auch für die eigenen Ohren mehr als serientauglich sind.
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