Joanne Shaw Taylor – The Trouble with Love
Kevin Shirley produziert, Bonamassa hält die Hand drüber, aber Joanne Shaw Taylor geht auf „The Trouble with Love“ ihren eigenen Weg.

Um das gleich mal zu klären: Kevin Shirley zieht hier erneut als Produzent die Strippen, und Bonamassa hat sie unter seine Fittiche genommen. Aber: Joanne Shaw Taylor mag davon irgendwie profitieren, doch die britische Bluesrock-Gitarristin geht auch ohne die prominente Schützenhilfe unbeirrt ihren eigenen Weg. Nun also „The Trouble with Love“ – ein Album, das so perfekt wie persönlich ist, was in dem Genre durchaus eine Ausnahme ist. Dass Joanne Shaw Taylor ein richtig starkes Pfund in der Stimme hat, zeigt sie ausgerechnet in einem Cover: Celestes „This is who I am“.
Nicht weniger Kraft liegt in dem Solo, das sie auf dieser Singleauskopplung abliefert. Ja, es war Shirley, der sie zu dem Song drängte. Warum? Weil er weiß, was er tut. Dann kuschelt Taylor noch ein bisschen mit der Australierin Orianthi in dem in Richtung Popgefilde abbiegenden Uptempo-Song „What good is my love“. Geht in Ordnung, ist ziemlich catchy, stellt aber Taylors Licht unter den Scheffel. Also lieber zu Titeln wie „Never gonna please ‚em all“ rüberschalten, denn da darf wieder ordentlich Gain in die Gitarre und Dreck in die Stimme. Und genau das zeichnet Joanne Shaw Taylor aus. Mehr davon.
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