John Cale bringt orchestrierten Groll nach Deutschland
Auch mit 82-Jahren ist bei Artrock-Legende John Cale nicht an Schaukelstuhl und Füße hoch zu denken. Im Gegenteil: Er ist so zornig wie nie zuvor. Und das aus gutem Grund.

„The right-wingers burning their libraries down“, verkündet John Cale über die düster wummernden Synthies von „Setting Fires“, einem der vielen sehr guten Songs seines neuen Albums „POPtical Illusion“. Hoffentlich behält er Recht.
Es sind die Krisenzeiten, die Cale wieder zur Hochform auflaufen lassen. „POPtical Illusion“ ist wie schon der viel gelobte Vorgänger „Mercy“ das Konzentrat einer seit Pandemiebeginn neuentfachten Kreativität und Wut. Und da die Gründe zum Wütend-sein gerade nicht Gefahr laufen, weniger zu werden, macht sich der 82-Jährige dieses Jahr auf, um bei seiner Deutschlandtour ein bisschen wohl orchestrierten Groll zu sähen.
Musik

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