- Review
Konzerte am Wochenende: James Blake in Berlin
Der Elektropopheld ist auf seinem neuen Album zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und wird seinem Publikum ordentlich einheizen.

Er gehört zu den wichtigsten Künstlern der modernen Elektrolandschaft: der Engländer James Blake. Nach Anfängen mit experimentellem Post-Dubstep hat er sich dem elektronisch gefärbten Pop zugewandt, und auch, wem Blake kein Begriff ist, hat sein Einfluss in den Songs anderer Leute gehört. Falsettgesang, Melancholie, Soul- und R’n’B-Einschläge – sein Sound ist unverwechselbar. Aber manche Fans haben sich immer in die Clubs zurückgesehnt, während Blake lieber durch herbstliche Wälder gewandert ist. Sie müssen sich besonders über sein neues Album „Playing Robots into Heaven“ gefreut haben. Denn auf der sechsten Platte ist James Blake zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Mit der geht der Singer/Songwriter und Produzent nun auf Tournee – und macht an diesem Sonntag in Berlin halt. Als Support unterstützt ihn der ähnlich abenteuerlustige Musiker Darren Cunningham alias Actress.
„Playing Robots into Heaven“ hat im Gegensatz zu den Vorgängern keine illustren Gäste. Stattdessen kann sich James Blake darauf ganz allein auf das konzentrieren, worauf es ankommt: tanzbar und experimentell zu klingen, ohne die Emotionalität zu opfern. Blake beruft sich dabei nicht nur auf seine frühen Clubtracks, sondern auch auf Trap und Ambient. Wie in den Anfangstagen verwendet er dazu viele verfremdete Vocal-Samples. Für Fans bleibt spannend, in welche Richtung er sich als nächstes bewegen wird.
Musik


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