„Bullet Train“ von Kotaro Isaka: Mord im Tokio-Express
Wer sich auf eine Zugfahrt mit Kotaro Isaka einlässt, bekommt es mit dem Killerpärchen Lemon und Tangerine und einem mordlustigen 14-Jährigen zu tun.

Zugtoiletten sind grausliche Orte. Erst recht, wenn sie als Leichendepots dienen. Doch wenn fünf Killer dieselbe Bahn nehmen, braucht es eben Stauraum für die Entsorgung. Der japanische Autor Kotaro Isaka stellt in „Bullet Train“ von Abfahrt an die Weichen für eine amüsante wie abgedrehte Reise ohne Rückfahrschein, die in einem Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug spielt.
Hier passiert nichts nach Fahrplan: Zwischen den Abteilen gibt es tragische Verwicklungen, im Gewühl kommt ein Geldkoffer abhanden, und dummerweise verstirbt auch noch ein Entführungsopfer. Ob das Killerpärchen Lemon und Tangerine, der glücklose Nanao, der mordlustige 14-jährige Oji oder der rachsüchtige Kimura die Oberhand behält, bleibt bis zur Endstation spannend. Ein Thriller-Spaß zum Preis eines Spar-Tickets, mit dem selbst arge Zugverspätungen kurzweilig werden. Wer bislang nicht paranoid war, wird nach diesem Thriller von Kotaro Isaka fortan misstrauisch gegenüber dem Bordservice sein und nie mehr ohne Hufeisenmagnet einen Zug betreten. Und Achtung, hier noch eine Information für Weiterreisende: Jetzt schon eine Sitzplatzreservierung buchen! Im Juli kommt die Verfilmung mit Sandra Bullock und Brad Pitt ins Kino.
Wer „Bullet Train“ von Kotaro Isaka mag, sollte auch „Die Aosawa Morde“ von Riku Onda testen
Literatur


Sechs essenzielle Klassiker von Schriftstellerinnen
Heute wird der Buchmarkt, zumindest quantitativ, von Frauen dominiert, aber der Großteil der Klassiker stammt nach wie vor von männlichen Autoren. Umso wichtiger ist es, sich bewusst nach Klassikern von Autorinnen umzuschauen.

Träume aus Salz

Hex-Autor Thomas Olde Heuvelt stellt neuen Roman vor
Mitte Oktober erscheint mit Die letzte Geschichte von Jamie Gunn ein neuer Schocker von Thomas Olde Heuvelt, mit dem er auch direkt bei uns auf Lesereise geht.
