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„Bullet Train“ von Kotaro Isaka: Mord im Tokio-Express

Buchcover „Bullet Train“ von Kotaro Isaka

Zugtoiletten sind grausliche Orte. Erst recht, wenn sie als Leichendepots dienen. Doch wenn fünf Killer dieselbe Bahn nehmen, braucht es eben Stauraum für die Entsorgung. Der japanische Autor Kotaro Isaka stellt in „Bullet Train“ von Abfahrt an die Weichen für eine amüsante wie abgedrehte Reise ohne Rückfahrschein, die in einem Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug spielt.

Hier passiert nichts nach Fahrplan: Zwischen den Abteilen gibt es tragische Verwicklungen, im Gewühl kommt ein Geldkoffer abhanden, und dummerweise verstirbt auch noch ein Entführungsopfer. Ob das Killerpärchen Lemon und Tangerine, der glücklose Nanao, der mordlustige 14-jährige Oji oder der rachsüchtige Kimura die Oberhand behält, bleibt bis zur Endstation spannend. Ein Thriller-Spaß zum Preis eines Spar-Tickets, mit dem selbst arge Zugverspätungen kurzweilig werden. Wer bislang nicht paranoid war, wird nach diesem Thriller von Kotaro Isaka fortan misstrauisch gegenüber dem Bordservice sein und nie mehr ohne Hufeisenmagnet einen Zug betreten. Und Achtung, hier noch eine Information für Weiterreisende: Jetzt schon eine Sitzplatzreservierung buchen! Im Juli kommt die Verfilmung mit Sandra Bullock und Brad Pitt ins Kino.

Wer „Bullet Train“ von Kotaro Isaka mag, sollte auch „Die Aosawa Morde“ von Riku Onda testen

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