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Muttis Lieblinge: Lena&Linus im Interview

Lena&Linus
Lena&Linus (Foto: Malli Zeiseler)

Obwohl der Indiepop von Lena&Linus eher etwas für die Generation Timothée Chalamet ist, sind die zwei inzwischen auch bei den Muttis beliebt.

Lena, Linus, was macht der Winterblues?

Lena: Wir schlafen viel – ist ja auch ganz gut. Kommst du noch klar, Linus?

Linus: Ist okay, ich schreibe viel Musik.

Ihr beide schreibt tatsächlich schon länger Songs. Als Duo seid ihr aber erst seit einem Jahr unterwegs und habt bis jetzt zwei EPs veröffentlicht.

Lena: Ich hatte Linus nie getroffen, kannte aber Leute, die ihn kennen. So wie es in einer Kleinstadt wie Würzburg eben ist.

Linus: Wir haben über Instagram bemerkt, dass wir im selben Musikumfeld stattfinden – und erst danach, dass wir ganz in der Nähe voneinander wohnen.

Lena&Linus: „Plötzlich waren wir auch bei den Muttis beliebt.“

Als ihr begonnen habt, gemeinsam Musik zu machen, war es deine Mutter, Lena, die dir geraten hat, unbedingt als Duo weiterzumachen. Das klingt, als hättest du eine sehr unterstützende Familie.

Lena: Die wollten schon, dass ich eine Ausbildung anfange. Ich selbst wollte sogar Musik studieren – das hat aber nicht geklappt. Bis meine Eltern gecheckt haben, dass die Musik auch ein Beruf sein kann, hat es schon ein bisschen gebraucht.

Linus: Also meine Mama hat am Anfang noch versucht, auf jedem Konzert dabei zu sein. (grinst) Und mein Vater hat immer viele Ideen zu Bühnenbild, Merch und was weiß ich. (lacht)

Gab es denn einen Wendepunkt, an dem für euch und eure Familien klar war, da geht was?

Lena: Wir waren bei „Inas Nacht“ – danach war alles vorbei. (lacht) Meine Mama ist Friseurin, und auf einmal haben ihre Kund:innen sie darauf angesprochen. Davor hatten wir schon kleine Erfolge gefeiert, aber eher in unserer Altersgruppe. Und plötzlich waren wir auch bei den Muttis beliebt.

Lena, für dich war immer klar, dass du Musikerin werden willst. Bei Linus ist das eher aus der Langeweile heraus geboren. Das klingt nach Struktur und Chaos. Gibt es so eine Dynamik bei euch?

Linus: Bin ich der Chaot? Bin ich Chaos, Lena? Ne, ich glaub’, im Songwriting gab’s das vielleicht – also am Anfang.

Lena: Es kann gut sein, dass ich zunächst etwas routinierter war, aber dann ist es gar nicht mal so verkehrt, jemanden zu haben, der noch nicht so festgefahren ist.

Auf eurer noch sehr reduzierten ersten EP „Fühlst du dich allein“ habt ihr einen Song aus der Perspektive von Timothée Chalamet. Überhaupt seid ihr große Filmfans. Gibt es einen Film, in dem ihr gerne mitgespielt hättet?

Linus: Ich würd’ natürlich gerne Timmys Rolle in „Call me by your Name“ spielen: lecker Frühstück, schöner See, Italien, mit dem Fahrrad rumfahren, bisschen küssen – find’ ich super (lacht).

Lena: (lacht) Also früher hätte ich immer sehr gerne in den Bibi-und-Tina-Filmen mitgespielt. Die haben das sommerlichste Colorgrading überhaupt: supergrünes Gras, ultrablauer Himmel. Aber ich hab’ ne Pferdehaarallergie. Wäre also doch nichts.

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