URBANE KULTUR

Maxim-Gorki-Theater: Zum vierten Mal Sibylle Berg

Sybille Berg am Maxim-Gorki-Theater Berlin.
Foto: Esra Rothoff

„Ich habe eine Wut auf die Welt oder das System oder mich, weil ich alles verraten habe, woran ich nicht geglaubt habe, oder haben wir wirklich einmal daran geglaubt, die Welt zu retten? Die lagen doch nur dekorativ herum, die Bücher, die feministischen, marxistischen, queeren, die lagen herum, mit ihren Überschriften, über die wir nicht hinausgekommen sind, während wir lieber Serien geschaut haben.“

Der Name Sibylle kommt aus dem Griechischen und bezeichnet ursprünglich eine Seherin, die die Zukunft voraussagen kann. Für die Autorin, Kolumnistin und Dramatikerin Sibylle Berg kann man sich keinen passenderen Vornamen vorstellen: Mit Scharfblick, Wut und trotz allem nicht ohne Humor denkt sie die Gegenwart in die Zukunft weiter.

Am Berliner Maxim-Gorki-Theater sind bereits drei Stücke von Berg unter der Regie von Sebastian Nübling und Tabea Martin inszeniert worden. Jetzt kommt mit „Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden“ der Abschluss der vierteiligen Saga. Darin erinnert sich eine Sprecherin im Angesicht des Todes an ihr Leben, dem der Neoliberalismus alle Liebe geraubt hat. Gesprochen wird die Bilanz der Sterbenden von vier verschiedenen Schauspielerinnen, darunter auch Katja Riemann.

Am 24. Oktober feiert das neue Stück Premiere. Zwar sind alle Vorstellungen ausverkauft, aber Restkarten eventuell an der Abendkasse erhältlich. Einen Überblick über alle Termine gibt es auf der Webseite vom Maxim-Gorki-Theater.

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