Mould – Hoping As A Coping Mechanism
13 Hits in 35 Minuten: Mould bringt ihr Debütalbum „Hoping As A Coping Mechanism“ raus und verbreitet Optimismus

Das Trio aus Bristol legt ein fulminantes Debütalbum vor, bei dem der Optimismus über den Nihilismus siegt, was in den heutigen Zeiten doch so wichtig ist. Dabei hauen sie uns in 35 Minuten 13 richtig gute Songs um die Ohren, und irgendwie treffen hier die Dead Kennedys auf Modest Mouse, wobei ersteres vor allem an der Stimme von Joseph Sherrin liegt. Der energische Opener „Misanthrope“ gibt die Richtung vor, aber schon mit „Float“ nehmen Mould dieses Tempo wieder raus und zeigen, was sie so besonders macht.
Sie verbinden starkes Songwriting mit einer zum Teil hymnenhaften Dynamik, die sie selbst immer wieder mit guten Ideen des Laut oder Leise aufbrechen. „Tapes“ fängt recht unprätentiös an, und dann kommen Refrains, die man einfach mitsingen muss. „Lucid“ ist dafür wahrscheinlich das beste Beispiel, zeigt es all ihre Stärken in knapp drei Minuten, die wahnsinnig gut durchdacht sind. Mould gibt es zwar erst seit drei Jahren, aber bei jedem Song merkt man, dass sie schon über viel Erfahrung und Reife verfügen, was dieses Debüt zu einem so großen, unerwarteten und hoffnungsvollen Vergnügen macht.
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