KUNST

Museumsinsel: Angriff auf Kunstwerke und Antiken

Pergamonmuseum Bode-Museum Museumsinsel
Bode-Museum Am Kupfergraben, Museumsinsel Berlin, Berlin-Mitte © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Die Museumsinsel in Berlin ist als Ort der Kunst und Kultur für jeden zugänglich – und damit auch Gefahren wie Vandalismus ausgesetzt. Das mussten gleich drei Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz vor knapp drei Wochen erfahren:

Mindestens 70 Kunstobjekte beschädigt

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, kamen tausende Besucherinnen und Besucher zu den Berliner Museen auf der Spreeinsel. Wie nun durch Medienberichterstattungen bekannt wurde, kam es an diesem Tag zu Angriffen auf mindestens 70 Kunstobjekte im Pergamonmuseum, im Neuen Museum und in der Alten Nationalgalerie. Noch ist zu den genauen Umständen der Tat nicht viel bekannt. Zudem ist es weiterhin unklar, ob es sich um eine Einzelperson oder mehrere Täter handelt. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde daher nicht sofort über den Vorfall berichtet. Die Polizei Berlin hat ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

Unter den beschädigten Objekten befinden sich ägyptische Sarkophage, Steinskulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts. Auf diesen wurde unbemerkt eine ölhaltige Flüssigkeit gespritzt, die sichtbare Flecken hinterlässt. Vandalismus in Museumseinrichtungen kommt zwar immer wieder vor, jedoch ist der Angriff auf die Objekte der Museumsinsel auch ein Angriff auf die Kultur. Wie schützenswert diese ist, macht diese Tat noch einmal deutlicher. Besorgniserregend sind in diesem Zusammenhang auch die fragwürdigen Äußerungen von dem Verschwörungsideologen Attila Hildmann: Im August und September hatte Hildmann auf seinem Telegram-Kanal die Nachricht verbreitet, im Berliner Pergamonmuseum befände sich der „Thron des Satans“. Zudem sei das betreffende Museum das Zentrum der „globalen Satanisten-Szene und Corona Verbrecher“.