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Séance mit Madame Flora

Oper Frankfurt Premiere The Medium Barbara Aumüller
Dshamilja Kaiser (Madame Flora; links) sowie auf der Treppe von unten nach oben Simon Neal (Mr. Gobineau), Barbara Zechmeister (Mrs. Gobineau) und Kelsey Lauritano (Mrs. Nolan)(c) Barbara Aumüller

Die Oper Frankfurt bringt mit „The Medium“ eine Premiere auf die Bühne, die in dieser Form zunächst gar nicht geplant war. Klingt nun in Coronazeiten erst einmal wenig überraschend. Ursprünglich sollte die Oper „Le Grand Macabre“ im September starten, was jedoch durch den eingeschränkten Proben- und Spielbetrieb nicht möglich war. Als passender Ersatz feiert nun am 13. September die Oper „The Medium“ Premiere. Für das Opernstück des italoamerikanischen Komponisten Gian Carlo Menotti (1911-2007) wurden Kompositionen für Chor und Orchester neu kombiniert.

Die neuen Kombinationen finden im ersten Teil des Abends statt und beinhalten Kompositionen von Franz Schubert (außer am 4. Oktober), Johannes Brahms  und Witold Lutosławski. Im zweiten Teil wird „The Medium“ als Tragödie in zwei Akten unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle aufgeführt. Es singt die deutsche Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser in der Rolle der Madame Flora.

In „The Medium“ behandelt Menotti das Thema der Séance, als spirituelle Kontaktaufnahme mit Verstorbenen. Nach seiner erfolreichen Uraufführung 1946 in New York verfilmte Menotti das Stück später unter eigener Regie, wofür er anschließend bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet wurde.

Die Premiere in der Oper Frankfurt wird nach den Hygiene- und Abstandsregelungen an zwei Terminen am Sonntag, den 13. September aufgeführt: Die erste Vorstellung beginnt um 17 Uhr, die zweite um 20.30 Uhr im Opernhaus.

Alle weiteren Infos zum Stück und zu den folgenden Terminen gibt es auf der Homepage der Oper Frankfurt.