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Qobuz Act of the Week: Martin Tingvall

Martin Tingvall
Foto: Tine Acke

Martin Tingvall bedarf keinerlei Vorstellung. Der in Hamburg lebende Schwede zählt zu den Größen des zeitgenössischen Jazz und hat mit Udo Lindenberg und Gunter Gabriel gearbeitet, ehe er 2003 seine Band, das Tingvall Trio gegründet hat. Mit ihnen hat der Pianist seitdem sechs Alben veröffentlicht, zuletzt das besonders auf den Rhythmus fokussierte „Dance“. Doch in den letzten Jahren ist Tingvall immer mehr auch Solomusiker. „When Light returns“ ist nun schon sein zweites Soloalben in ebensovielen Jahren und knüpft an „The Rocket“ an.

Vielleicht ist, wie bei so vielen Musiker:innen, im Moment die Pandemie eine notgedrungene Inspiration: „Ich habe das Album in einer Zeit komponiert und aufgenommen, in der die ganze Welt im Lockdown war, aber gleichzeitig gab es einen unfassbar schönen Frühling“, sagt Martin Tingvall im Interview mit kulturnews. „Das hat mir Mut und Kraft und, ja, auch Hoffnung gegeben – dass es weitergeht, trotz der Pandemie.“

Und wenn es nur ein Merkmal zu nennen geben sollte, das Martin Tingvalls jüngstes Soloalbum bemerkenswert macht, dann ist es ebenjene Essenz der Hoffnung, die seinen 13 Stücken innewohnt. Tingvall hat sich darauf erneut von der Natur inspirieren lassen – eine Quelle kreativer Energie, auf die er in der Vergangenheit schon oft zugegriffen hat – doch ist das Ergebnis diesmal noch geradliniger und fokussierter. Der Grund? Vielleicht, dass der Pianist diesmal keinerlei Druck von außen gespürt hat.

„Ich habe dieses Album sehr spontan aufgenommen und geschrieben und habe es einfach genossen, neue Ideen auf einem tollen Instrument zu probieren“, so Tingvall. „Es gab keinen Druck, ich musste es nicht tun; es war nur für mich, und deswegen, glaube ich, habe ich auch so entspannt gespielt.“ Und überhaupt ist diese Entspannung im Grunde genommen ja das, was Tingvalls Musik seit jeher für die unterschiedlichsten Hörer:innentypen ausmacht. Auch auf „When Light returns“ bettet der Schwede Querverweise aus Folk und Pop in Jazz und Neoklassik ein – aber diesmal mit einer Leichtigkeit, die es zu einem der besten Alben seiner Karriere avancieren lassen.

„When Light returns“ ist nun in bestmöglicher Soundqualität auf Qobuz verfügbar – zum Streamen oder Downloaden. Die französische Plattform ist ein Pionier in Sachen digitaler Qualität. Sie war der erste Streamingservice, der seinen gesamten Katalog in verlustfreier Qualität zur Verfügung gestellt hat. Das ist nicht nur im Sinne der Abonnent:innen, sondern auch und vor allem im Sinne der Künstler:innen. Insgesamt gibt es bei Qobuz derzeit mehr als 70 Millionen Titel zu entdecken.

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