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qobuz-Tipp der Woche: „Mother of Pearl“ von Freya Ridings

Freya Ridings
Freya Ridings (Foto: Simon Emmett)

Auf ihrem dritten Album beweist die Britin mit der unverkennbaren Stimme, wie sehr sie als Songwriterin gereift ist.

Freya Ridings ist der perfekte moderne Popstar: Die Britin kann in einem Moment intim und verwundbar klingen, im nächsten auf bombastischen Sound und große Gesten setzen. Dabei hilft ihr natürlich ihre unverkennbare, kräftige Stimme. Seit Ridings 2017 ihren Durchbruch mit der traurigen Single „Lost without you“ hatte, hat sie sich nicht nur als Sängerin, sondern auch als vielseitige Songwriterin etabliert. Nun veröffentlicht sie mit „Mother of Pearl“ bereits ihr drittes Album. Für sie wird damit noch immer ein Traum wahr, an den sie noch nicht so recht glauben kann: „Die Gelegenheit zu haben, diese Songs zu schreiben, zu singen und zu spielen, und sie existieren dann in der echten Welt, fühlt sich für mich wie Gewinnen an“, sagt sie.

Über elf Tracks zeigt Freya Ridings auf „Mother of Pearl“ ihre Weiterentwicklung als Künstlerin. „Mein erstes Album hatte eine Farbpalette aus Rot und Schwarz, für Feuer undSchmerz“, sagt sie. „Das zweite Album war orange und grün – erdig und organisch. Aber diese neue Musik erinnert an Wasser, das große blaue Meer, mit der ganzen Tiefe und uralten Kraft eines Ozeans: Es ist Trauer und Abstammung, das Bekannte und das Unbekannte. Es steckt viel Rebellion und weibliche Wut darin, die ich zuvor nicht ausdrücken konnte. Ich baue mich neu auf, zu derPerson, die ich wirklich bin, anstatt zu der, zu der mich andere machen wollten.“ Nach wie vor sind dabei leise, akustische Momente ebenso zentral wie die großen Pop-Augenblicke.

Die Single „Dancing in the Kitchen“ steht exemplarisch dafür: Er beginnt mit einer minimalistischen Ukulele, die nach und nach durch mehr Instrumente ergänzt wird. „,Dancing in the Kitchen‘ ist mein bisher rohester, ehrlichster Song“, sagt Freya selbst. „Ich freue mich total, dass meine Fans sich in dem geheimen Leben wiedergefunden haben, das wir alle hinter geschlossenen Türen und Augen teilen. Die Demo, die ich geteilt habe, hat etwas losgetreten, und ich bin von der Reaktion überwältigt.“

 

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