Quentin Tarantinos Roman: Wir verlosen 10 Exemplare

Quentin Tarantino Jeansjacke verschränkte Arme
Hat als erster Drehbuchautor und Regisseur auch die Romanfassung zu seinem Film geschrieben: Quentin Tarantino.Foto: Art Streiber / AUGUST

Eigentlich kein Wunder, dass Quentin Tarantino den Roman zu seinem eigenen Film „Es war einmal in Hollywood“ geschrieben hat. Es ist nämlich noch nie vorgekommen, dass ein Regisseur und Drehbuchautor auch noch den Roman zu seinem eigenen Film schreibt. Zumal Tarantino ein großer Anhänger von Fanfiction ist.

„In den 70er-Jahren waren Romanfassungen von Filmen die ersten Bücher für Erwachsene, die ich gelesen habe“, gibt er zu Protokoll. Mit seiner Romanversion zu seinem Film will er das geliebte, aber eben oft auch marginalisiert Genre rehabilitieren. Da versteht es sich von selbst, dass Tarantino nicht einfach nur den Film nacherzählt oder das Drehbuch abdruckt.

Tarantino übernimmt die Handlung nicht unbesehen

Natürlich sind die Grundzüge des Plots mit dem Film identisch: Auch im Roman steht der abgehalfterte Schauspieler Rick Dalton im Mittelpunkt, der einst für seine eigene Fernsehserie „Bounty Law“ gefeiert wurde, inzwischen jedoch nur noch für die zweite Reihe als Western-Bösewicht gebucht wird und seine Selbstzweifel im Alkohol ertränkt.

Stets an seiner Seite ist Stuntdouble Cliff Booth, der seinem Boss aber eigentlich nur noch als Fahrer, Hausmeister und Therapeut dient. Und weil die Handlung im Februar 1969 in Los Angeles spielt, treten auch Roman Polanski, seine Frau Sharon Tate und Charles Manson auf.

Figuren mit mehr Tiefgang

Die Vorgeschichte seiner Figuren ergänzt Quentin Tarantino im Roman und verleiht ihnen mehr Tiefe. Besonders der im Film so geheimnisvolle Booth bekommt hier mehr Raum: In dem neu eingefügten Kapitel „Die Tapferkeitsmedaille“ erfahren die Lesenden etwa, dass die von Brad Pitt gespielte Figur nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Gedanken gespielt hat, ihren Lebensunterhalt als Zuhälter in Paris zu verdienen.

Und in einem anderen Kapitel offenbaren sich Ereignisse aus dem Leben von Booth, die im Film nur wiederholt angedeutet werden: Er soll seine Frau umgebracht haben und damit vor Gericht durchgekommen sein.

Neben Booth erhalten auch Sharon Tate und Charles Manson eine stärkere Tiefenzeichnung. Manson, der im Film nur einen ganz kurzen Auftritt hat, wird im Roman vor allem als leidlich begabter Musiker dargestellt, der aber sehr vom eigenen Talent eingenommen ist und für einen Plattenvertrag all die Lehren fahrenlassen würde, die er seinen Hippie-Anhänger:innen predigt.

Entlarvende Unterhaltung

Auch in Quentin Tarantinos Roman sitzen die Dialoge, die Abschweifungen und die Exkurse. Wie in seinem Film gelingt ihm ein bildgewaltiger Abgesang auf die großen Zeiten der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie.

Es steckt eine intensive Recherchearbeit dahinter, wenn er seine fiktive Handlung in ein reales Setting bettet: Selbst beim seitenlangen Runtererzählen von Filmografie ist Tarantino ein entlarvender Unterhalter.

Ein anderes Ende

Doch das Spektakulärste der Romanversion: Durch eine andere Anordnung der Handlungselemente setzt Tarantino einen komplett neuen Fokus. Natürlich hat der spektakuläre Showdown des Films auch im Roman seinen Platz – nur steht er hier eben nicht am Ende: Bei Tarantino dringen die Mitglieder von Mansons Hippie-Bande nicht in die Villa von Roman Polanski ein und töten die hochschwangere Sharon Tate und deren Freunde, sondern landen nebenan bei Rick Dalton und werden von dem Westernhelden und seinem Double übel massakriert.

Im Roman setzt Tarantino einen anderen, deutlich versöhnlicheren Schlussakkord: Er rückt ganz nah an einen Rick Dalton heran, der sich von seiner achtjährigen Schauspielerkollegin Trudi den Weg weisen lässt.


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