Red Star down von D.B. John
In Red Star down kombiniert D.B. John reale Figuren mit fiktiven Ereignissen zu einem erschreckend aktuellen Politthriller.

„Red Star down“ von D.B. John ist unser Krimitipp der Woche
Wie schon im Vorgänger „Stern des Nordens“ führt uns D.B. John auch in „Red Star down“ mitten hinein in den Konflikt zwischen Washington und Pjöngjang. Ein rasant geschnittener Spionagethriller, der die Geschichte der CIA-Agentin Jeanna Williams und ihrer Schwester Soo-min forterzählt. Ein koreanischer Mann wird am helllichten Tag am internationalen Flughafen Kuala Lumpur vergiftet. Ein russischer Geheimdienstoffizier in einem Hotel in Washington ermordet. Lyosha, eine Studentin in Moskau, fordert Wladimir Putin live im Fernsehen heraus. Im Mittelpunkt steht Eric, der bis in den engsten Kreis der Trump-Administration aufgestiegen ist und den Präsidenten bei der Organisation des amerikanisch-koreanischen Gipfeltreffens berät.
Wegen eines Schläferprogramms Nordkoreas, bei dem junge Menschen durch eiserne Disziplin in blinde Anhänger Kim Jong-uns verwandelt wurden, verfolgt Eric nur ein Ziel: Er muss den amerikanischen Präsidenten dazu bewegen, sich Nordkorea anzunähern. Nachdem er in den Machtzirkel um den frisch gewählten Donald Trump vorgedrungen ist, soll er dessen Schwächen, seine Eitelkeit gegen ihn wenden und ihn manipulieren. In einer grotesken Szene lauert da der Nobelpreis für den selbsternannten Friedensstifter im Hintergrund. Die Beschreibungen Putins, Trumps und Kim Jong-uns sind teilweise reine Persiflage. Hier der Einfältige, von Launen abhängige amerikanische Präsident, da seine machtgierigen Gegenspieler aus Moskau und Pjöngjang. Und überall die Intrige. Der Gipfel zwischen dem US-Präsidenten und dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un fand im Jahr 2018 tatsächlich statt. Damals schienen die westlichen Allianzen noch intakt zu sein.
Wer sich für „Red Star down“ von D.B. John interessiert, sollte auch unsere Rezension zu „Die Lüge in ihrem Gesicht“ von Anne Keßel lesen
Literatur


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