„Jahre ohne Sprache“ von Ann Esswein
Gerade weil die tastende Sprache von Ann Esswein zunächst fast naiv daherkommt, trifft einen ihr Roman „Jahre ohne Sprache“ wie ein Schlag in den Magen.
Gerade weil die tastende Sprache von Ann Esswein zunächst fast naiv daherkommt, trifft einen ihr Roman „Jahre ohne Sprache“ wie ein Schlag in den Magen.
Wer noch immer glaubt, Sciene-Fiction wäre keine richtige Literatur, hat noch nie Ursula K. Le Guin gelesen. Der neue Erzählband „Der Tag vor der Revolution“ versammelt 25 teilweise erstmals auf Deutsch erscheinende Geschichten.
Als Kind wurde András Visky vier Jahre lang mit seiner Familie von Gulag zu Gulag geschickt. In seinem Debütroman „Die Aussiedlung“ verarbeitet er die Erinnerungen.
Gleich die erste Seite zeigt: In „Sperrgut“ von Sophia Merwald ist Zärtlichkeit radikal, Renitenz kindlich und die Freiheit ein zum Schneiden dickes Gut.
„Verbrenn das Negativ“ von Josh Winning ist ein Horrorstreifen in Buchform, inklusive maskiertem Killer und einem stetig wachsenden Stapel Leichen.
Mit seinem grausam gut erzählten Debüt „Holy City“ führt uns Henry Wise an die Abgründe einer ländlichen Gegend, in der nicht nur rülpsende Ochsenfrösche verstörend sind.
Mit „Trag das Feuer weiter“ schließt Leïla Slimani ihre gefeierte Familiensaga ab – und zementiert ihren Status als ganz große Erzählerin.
Erfolg als Bruchstelle: In „Der Tod der Autorin“ verwebt Nnedi Okorafor die Lebensgeschichte ihrer Protagonistin mit SciFi-Elementen – und schafft damit einen kraftvollen Roman über Sichtbarkeit.