
- Review
The Durutti Column: Vini Reilly
Reillys romantische Kompositionen scheinen Einsamkeit zu bebildern, doch wehleidig sind sie nicht.

Reillys romantische Kompositionen scheinen Einsamkeit zu bebildern, doch wehleidig sind sie nicht.

Drei Frauenstimmen, uralte Instrumente und behutsame Elektronik, die dramatische Akzente setzt, ohne auf Effekte aus zu sein.

Was bei anderen künstlerische Denkpause signalisiert und zur Verlegenheitslösung wird, ist bei Marius Müller Westernhagen schlicht logische Konsequenz: ein Live-Album - endlich.

Eine furiose, brillant abgemischte Nord-Süd-Fusion.

Nach dem Schema F des Southern Rock gestrickte Stücke, mal lang, mal kurz, mal elektrisch, mal akustisch, immer dicht und prall.

58 nie offiziell erschienene Outtakes, Live-Aufnahmen und Alternativtracks, in schön chronologischer Abfolge und erstaunlicher Aufnahmequalität, werden den süchtigen Dylanologen dargereicht.

Einer Band, die es für nötig hält, auf dem Cover den Namen des "make up artist" anzugeben, stehe ich prinzipiell skeptisch gegenüber. In diesem Fall zu Unrecht.

"Pagan Tango" wartet mit den bezauberndsten Techno-Grooves auf, die Chris & Cosey je zustandebrachten. Alle Wärme wurde der Musik rigoros ausgetrieben.

Eines der gefühlvollsten bluesinspirierten Song-Alben seit "Acadie" von Daniel Lanois.

Redl beschwört die reiche, ganz diesseitig gewendete Sprach- & Sinnenwelt Villons mit zittriger, bittersüss gefärbter Stimme.