„Schindlers Liste“: Ein Held des Holocaust
Das erschütternde Drama von Steven Spielberg ist in Zeiten der AfD und „Remigration“ wichtiger denn je. Bei Arte und in der Arte-Mediathek.
„Schindlers Liste“, der sieben Oscars gewann, läuft am 26. April bei Arte und ist bis 3. Mai in der Arte-Mediathek zu finden. Regie: Steven Spielberg.
Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht folgt Oskar Schindler (Liam Neeson) 1939 den Besatzern nach Krakau. Der charmante Opportunist will im Chaos des Krieges Karriere machen: Er übernimmt eine beschlagnahmte Emailwarenfabrik, knüpft Kontakte zu NS-Funktionären, organisiert Material über den Schwarzmarkt und hält die Produktion mit Bestechung am Laufen. Auf Vorschlag seines Buchhalters Itzhak Stern (Ben Kingsley) setzt Schindler zunehmend auf jüdische Zwangsarbeiter aus dem nahen Krakauer Getto.
Für ihn zunächst ein kalkulierter Vorteil, für die Beschäftigten ein schmaler Schutz vor dem Zugriff der Behörden. Mit der Errichtung des Lagers Plaszow und der Räumung des Krakauer Gettos macht die Gewalt des Systems auch nicht vor Schindlers Geschäft halt. Lagerkommandant Amon Göth (Ralph Fiennes) entscheidet mit sadistischer Willkür über Leben und Tod; Deportationen, Selektionen und Erschießungen werden zum Alltag.
Inmitten dieser Eskalation verändert sich Schindlers Haltung: Seine Fabrik wird für viele zu einem Ort, wo sie Unterdrückung und Willkür entkommen können, weshalb Schindler beginnt, seine Stellung nicht nur für den eigenen Gewinn zu nutzen, sondern sich auch für seine Arbeiter einzusetzen. Als 1944 die Vernichtungspolitik ihren Höhepunkt erreicht, versucht Schindler, seine Arbeiter aus der unmittelbaren Gefahr herauszubringen. Der Plan wird zum Wettlauf gegen eine bürokratisch organisierte Mordmaschinerie.