KUNST

The Power of the Arts 2021: Die Preisträger des Kunst- und Kulturförderpreises stehen fest

The Power of the Art 2021: Die Jury
Fünf von sieben Juror:innen von „The Power of the Arts 2021“Foto: David Frank

Die Preisträger des Kunst- und Kulturförderpreises The Power of the Arts 2021 stehen fest. Es handelt sich um vier Projekte, die unkonventionelle künstlerische Ideen für eine offene Gesellschaft realisieren.  The Power of the Arts unterstützt Projekte, die sich mittels Kunst und Kultur für soziale und kulturelle Gleichberechtigung, Vielfalt und Toleranz einsetzen. Der von der Philip Morris GmbH initiierte Förderpreis wird 2021 zum fünften Mal vergeben.

Die vier Preisträgerprojekte zeigen dabei den Facettenreichtum von Kunst und Kultur auf, indem sie die künstlerische Praxis mit Mut und Kreativität neu interpretieren: von digital-hybriden Konzepten kultureller Bildung im Alter über Strukturbildung für die Professionalisierung von Künstler:innen mit Behinderung bis zur Erforschung von Schönheit als Kulturbegriff sowie biographischer Kulturarbeit im Grenzbereich von virtuellen und realen Räumen.

Die Preisträgerprojekte im Einzelnen

EUCREA e.V., Hamburg/bundesweit: ARTplus
In Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ermöglicht ARTplus künstlerisch begabten Menschen mit Behinderung eine professionelle Ausbildung an kooperierenden Theaterakademien, Kunst- oder Musikhochschulen. Auf diese Weise setzt das Programm an den starren Strukturen des Kulturbetriebs an, um Inklusion in Kunst und Kultur zu fördern.

GRAND BEAUTY, Interventionsbüro e.V., Leipzig: Spread more Beauty
Spread more Beauty öffnet einen radikal vielfältigen Schönheitssalon. Hier wirken Schönheits- und Fürsorge-Expert:innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, Autodidakt:innen und Profis zusammen. Sie kreieren einen Ort und Anlässe, um die Formen des Schönen über die Grenzen von Sprache und Kultur hinweg miteinander zu verbinden. Spread more Beauty begibt sich auf die Spuren dessen, was Schönheit in einer Kultur ausmacht und wie sie ihr ins Gedächtnis geschrieben ist.

Integrationshaus e.V., Köln: Der Garten der Erinnerungen
In einem partizipativen künstlerischen Prozess kreieren Bewohner:innen des Stadtteils Köln-Kalk einen gemeinsamen virtuellen Garten der Erinnerungen. Das Projekt schafft Raum, um Erinnerungen neu entstehen zu lassen, sie in Virtual Reality zugänglich zu machen und miteinander zu teilen. Krieg und Verfolgung machen die Reise in bestimmte Länder unmöglich, die für etliche Menschen zentraler Teil ihrer Geschichte sind. Diesen Aspekt deutscher Realität thematisiert das Projekt und schafft mit künstlerischen Mitteln eine Basis für neue Begegnungen in Real Life.

Kulturator | GUTE-DINGE-STIFTUNG, München: DanceOn60+hybrid
DanceOn60+hybrid ist ein inklusives, hybrides Tanzprojekt, das zeitgenössische Tanzgruppen in Einrichtungen der Senior:innenarbeit initiiert und digital miteinander verbindet. Es nutzt moderne Technik, um älteren Menschen mit und ohne Behinderungen die Teilhabe an soziokulturellen Projekten zu ermöglichen und begegnet damit einem hochaktuellen Thema – Einsamkeit im Alter – auf sehr sinnliche Weise.

„Die Künste haben eine integrative, verbindende, kulturübergreifende Kraft und können gerade in der heutigen Welt maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen – davon sind wir als Unternehmen fest überzeugt“, sagt Claudia Oeking, Geschäftsführerin und Director External Affairs der Philip Morris GmbH. „Für mich persönlich sind die Preisträger mutige Role Models für ein zeitgemäßes Kunst- und Kulturleben und zeigen auf, wie Akteur:innen in Kunst und Kultur gesellschaftliche Transformationsprozesse begleiten, gestalten und katalysieren können. Es freut uns sehr, dass wir mit The Power of the Artshierzu einen Beitrag leisten können.“

Über The Power of the Arts

The Power of the Arts ist eine Initiative der Philip Morris GmbH in Zusammenarbeit mit der International Giving Foundation des Deutschen Stiftungszentrums im Stifterverband, Netzwerk Junge Ohren e.V. und BOROS. Sie wird jährlich ausgerufen und steht damit in der langjährigen Tradition des sozialen und kulturellen Engagements der Philip Morris GmbH. Mit insgesamt 200 000 Euro Preisgeld ist The Power of the Arts einer der höchstdotierten Förderpreise im Bereich Kunst und Kultur in Deutschland. Dieses Jahr erhalten die Preisträgerprojekte jeweils 50 000 Euro.

Bewerben können sich alle gemeinnützigen Institutionen und Initiativen in Deutschland, die sich mit Hilfe der Kultur für soziale und kulturelle Gleichberechtigung aller Menschen und deren Verständigung einsetzen sowie strukturelle, soziale und kulturelle Barrieren abbauen. Eine unabhängige Jury (Foto oben) wählt vier Preisträgerprojekte aus. Als Juroren sind dieses Jahr dabei: Dr. Hans-Jörg Clement (Leiter Kultur Konrad-Adenauer-Stiftung), Samy Deluxe (Rapper), Alexandra Georgieva (Ballettdirektorin am Friedrichstadt-Palast Berlin), Kübra Gümüşay (Publizistin und Aktivistin), Lamya Kaddor (Autorin), Diana Kinnert (Politikerin und Unternehmerin) und Maryam Zaree (Schauspielerin, Autorin und Regisseurin).

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