„Tragic Magic“ von Julianna Barwick & Mary Lattimore: Die Rettung des Jahres?
Wenn uns jemand durch das bereits miserabel gestartete 2026 bringen kann, dass der atmosphärische Sound von Julianna Barwick und Mary Lattimore.

Das Scheißjahr 2025 ist überstanden – doch was nützt das, wenn 2026 mit großer Wahrscheinlichkeit nur noch beschissener werden wird? Gerade darum ist die Veröffentlichung dieses Albums perfekt terminiert: Zumindest errichten uns Julianna Barwick und Mary Lattimore zum Jahreswechsel einen Schutzraum. Barwick hat mit Sigur Rós und Philip Glass gearbeitet, auf der Liste der Harfenistin Lattimore stehen Namen wie Sharon Van Etten und Thurston Moore.
Wenn diese beiden Musikerinnen der US-amerikanischen Indieszene nun nach Frankreich fahren, um in der Philharmonie de Paris mit analogen Synthesizern und alten Harfen aus dem Fundus des Musée de la Musique in nur neun Tagen ein in großen Teilen improvisiertes Album aufzunehmen, geht es um das Fortschreiben von Geschichte. Ihr ätherischer Ambientpop kittet Verbindungen, knüpft an einst geteilte Werte an. „At least let me find something, a ruin/At least finding hope again“ singt Barwick in „Melted Moon“ und thematisiert ganz eigentlich die Waldbrände in L.A. Zugleich ist es ein Song, der das Zeug dazu hat, uns alle irgendwie durch das Scheißjahr 2026 zu tragen.
Musik


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