FILM

TV-Tipp: „Die Kinder von Windermere“

Windermere
Foto: ZDF/HELEN SLOAN SMPSP

Was bedeutet es, den Holocaust nicht nur überlebt, sondern auch direkt miterlebt zu haben – insbesondere, wenn man noch ein Kind ist? Damit beschäftigt sich Michael Samuels’ Drama „Die Kinder von Widermere“. Nach einer wahren Geschichte erzählt es von 300 Kindern, die 1945 nach England kommen, um sich dort von den erlittenen Traumata zu erholen. Der deutsche Psychologe Oscar Friedman (Thomas Kretschmann) hat sie an den Lake Windermere geholt, nachdem sie aus den Konzentrationslagern befreit wurden.

Der Film konzentriert sich dabei auf eine Gruppe von sechs Jugendlichen. Sie alle haben schreckliches erlebt und sollen hier, in der sommerlichen Natur, Heilung finden. Das beginnt mit grundlegenden Dingen wie regelmäßigen Mahlzeiten oder eigenen Zimmern. Aber Friedman lässt die Kindern auch Englisch lernen. Der Trainer Jock Lawrence (Iain Glen) bereitet sie zugleich auf ein anstehendes Fußballspiel vor.

Doch der Schatten der Vergangenheit ist nicht so einfach zu verscheuchen. Viele Kinder erkennen jetzt erst das Ausmaß dessen, was passiert ist. Manche erfahren erst in Windermere, dass ihre Familien tot und sie die einzigen Überlebenden sind. „Die Kinder von Windermere“ will nicht dramatisieren, sondern den langwierigen Heilungsprozess realistisch darstellen. Zum Schluss durchbricht der Film die vierte Wand. Dann kommen die wahren Personen zu Wort, die dem Drehbuch als Vorlage gedient haben.

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