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TV-Tipp: „Gipsy Queen“ – Boxfilm mit politischer Schlagkraft

gipsy queen
Foto: © Majestic Filmverleih/Dor Film/Lukas Gnaiger

Die große Zeit des Boxfilms ist eigentlich schon vorbei. Immerhin ist der erste „Rocky“-Teil schon 1976 erschienen. Und die Klischees sind dabei noch immer dieselben: der Kampf des Underdogs gegen den etablierten Meister, der abgehalfterte Trainer, das persönliche Drama der Hauptfigur. Und doch hat es Regisseur und Drehbuchautor Hüseyin Tabak mit „Gipsy Queen“ geschafft, dem Genre wieder Leben einzuhauchen. Das gelingt, weil der Film eben nicht nur ein Sportlerdrama ist, sondern auch eine politische Ebene hat.

Alina Șerban spielt darin Ali, eine Romni aus Rumänien, die sich in Hamburg mit ihren zwei Kindern nur dürftig über Wasser hält. Als Kind hat ihr Vater sie zur Boxerin trainiert, aber eigentlich hat sie mit dem Teil ihres Lebens abgeschlossen. Durch Zufall gerät Ali an Tanne (Tobias Moretti), selbst einen ehemaligen Boxer, der ihr Talent erkennt und beginnt, sie zu trainieren. Weil sie mit den Kämpfen Geld verdienen kann, steigt Ali als „Gipsy Queen“ zurück in den Ring. Doch das Jugendamt ist ihr bereits auf den Fersen und droht, ihr ihre Kinder für immer wegzunehmen …

Als „Gipsy Queen“ in den Kinos gelaufen ist, haben wir mit der Hauptdarstellerin Alina Șerban gesprochen. „Ich las das Script und fühlte sofort: Hier ist endlich die Geschichte, nach der ich gesucht habe, seit ich denken kann“, hat sie uns erzählt. „Ich habe immer davon geträumt, Geschichten von Roma – insbesondere Romafrauen – zu sehen, in denen ich mich wiederfinden kann.“ Jetzt läuft „Gipsy Queen“ erstmals im Fernsehen.

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