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TV-Tipp: In „Rufmord“ eskaliert Mobbing bis zu einem Gewaltverbrechen

Szenenbild aus „Rufmord“: Eine Gruppe Schüler:innen und eine Lehrerin lächeln für einen Selfie in die Handykamera. Im Hintergrund der Wald.

Eigentlich liebt Luisa (Rosalie Thomass) ihren Job – und ihre Schüler:innen lieben sie. Mit neuen, unkonventionellen Methoden bringt die junge Lehrerin frischen Wind in die Schule. Auch privat läuft ihr Leben perfekt: Mit Finn (Shenja Lacher) kann sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen. Doch dann findet der lokale Unternehmer Georg Bär (Johann von Bülow) Gefallen an Luisa. Er verspricht, der Schule die neueste technische Ausrüstung zu spendieren – unter einer Bedingung: Sein Sohn soll eine Gymnasialempfehlung bekommen. Dessen Leistungen sind jedoch einfach nicht gut genug, und Luisa weigert sich.

Daraufhin wendet sich das Blatt. Plötzlich geht ein altes Nacktfoto von Luisa auf der Webseite der Schule online. Die Polizei kann ihr nicht helfen, die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Ihr Leben gerät aus den Fugen. Im Dorf wird Luisa angefeindet, sie verliert ihren Job und ihren Partner. Und dann verschwindet sie auf einmal ohne jede Spur. Eine Ermittlerin will herausfinden, was mit der jungen Lehrerin passiert ist. Hat sie jemand ermordet?

Regisseurin Viviane Andereggen strukturiert ihren Thriller in Flashbacks, was der Brisanz des Themas jedoch keinen Abbruch tut. Im Zentrum steht das hochaktuelle Phänomen des Cybermobbings. Im Internet können sich Hass, Misstrauen und Schadenfreude hervorragend verselbstständigen – und eskalieren, bis aus verbaler Gewalt irgendwann echte wird.

„Rufmord“ läuft um 20.15 Uhr auf Arte.

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