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TV-Tipp: „Little Joe – Glück ist ein Geschäft“

Little Joe
© coop99 filmproduktion/The Bureau/Essential Films

Wer wäre nicht gern glücklicher? Aber dafür Medikamente zu nehmen, widerstrebt nicht wenigen, die es für manipulativ oder ungesund halten. Aber was wäre, wenn man sich stattdessen einfach eine Pflanze ins Zimmer stellen könnte, die in unserem Hirn für das Ausschütten von Glückshormonen sorgt? In „Little Joe – Glück ist ein Geschäft“ hat Alice (Emily Beecham) genau so eine Pflanze gezüchtet. Sie benennt sie nach ihrem Sohn und hofft, damit die ganze Welt glücklicher machen zu können. Auch dem echten Joe (Kit Connor) bringt sie ein Pflänzchen aus dem Labor mit.

Doch schon bald wird fraglich, ob die Wunderpflanze so ungefährlich ist, wie Alice dachte. Erst fällt ein eigentlich friedlicher Hund ihre Kollegin Bella (Kerry Fox) an, nachdem er im Labor war. Ihr Kollege Chris (Ben Wishaw) verhält sich ungewohnt aggressiv ihr gegenüber. Und dann beginnt auch noch ihr Sohn, sich zu verändern, und eröffnet ihr, lieber bei seinem Vater leben zu wollen …

„Little Joe“ ist der erste englischsprachige Film der österreichischen Regisseurin Jessica Hausner. Wie in ihren anderen Filmen kombiniert sie auch hier einen manierierten Stil mit Horrorelementen, die zugleich satirisch gebrochen werden. Hier geht es natürlich um Entfremdung und Traurigkeit in unserer kapitalistischen Gesellschaft. Hauptdarstellerin Emily Beecham hat 2019 in Cannes den Preis für die beste Schauspielerin gewonnen.

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