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„Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben“ im Ersten

Still aus „Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben“: Martha Liebermann, eine alte Dame, auf der Straße. Sie trägt einen Hut und einen schwarzen Mantel, an dem ein Judenstern befestigt ist.
Bild: ARD Degeto/Stanislav Honzík

1943: Martha Liebermann, die Witwe des Malers Max, ist bisher in Berlin geblieben. Doch der Griff der Nazis wird immer enger …

Der Maler Max Liebermann hat die größten Verheerungen des Nationalsozialismus nicht mehr miterlebt, denn er ist 1935 verstorben. Seine Witwe Martha jedoch hat ihn überlebt. Um ihren Umgang mit den Nazis geht es in dem neuen Film „Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben“, der heute im Ersten erstmals ausgestrahlt wird.

Das Jahr ist 1943: Noch immer lebt Martha Liebermann (Thekla Carola Wied) in Berlin, obwohl der Krieg tobt und sie als Jüdin um ihr Leben fürchten muss. Obwohl sie einen Stern tragen muss, hat sie es bisher geschafft, dem Schlimmsten zu entgehen. Dabei hat ihr auch der Ruf ihres verstorbenen Mannes, des Malers Max Liebermann, geholfen. Doch nun wird ihre Lage immer prekärer. Ihre Freunde drängen Martha, die restlichen Bilder ihres Mannes zu verkaufen und mit dem Erlös aus dem Land zu fliehen. Die 85-Jährige sträubt sich dagegen, ihre Heimat zu verlassen, erkennt aber die Notwendigkeit. Die antifaschistische Widerstandsgruppe um Hanna Solf (Fritzi Haberlandt) will Martha Liebermann helfen, doch auch der Gestapo-Kommissar Teubner (Franz Hartwig) sieht seine Chance gekommen, nicht nur Martha Liebermann, sondern dem ganzen Solf-Kreis den Garaus zu machen. Martha und ihre Kompliz:innen wissen nicht, ob sie dem Kunstexperten Solbach (Wanja Mues), der plötzlich die Seiten wechseln will, trauen können …