MUSIK

Wallners besinnen sich auf „In my Mind“ aufs Wesentliche

Heute veröffentlichen Wallners ihre Debütsingle „In my Mind“. Und da über kurz oder lang Vergleiche folgen müssen, sei eins gesagt: Dass sich Geschwister in der Musikbranche zusammentun und gemeinsam Sache machen, ist gar nicht so unüblich. Das gängigste Beispiel hierfür sind Billie Eilish und ihr Bruder FINNEAS, die zusammen ihre Songs schreiben und produzieren. Wallners aus Österreich setzen allerdings nicht nur einen drauf, sie verdoppeln: Die Band besteht aus gleich vier Geschwistern, nämlich Nino und Max, sowie den Zwillingen Anna und Laurenz. Den Familiennamen haben sie kurzerhand auch zum Bandnamen auserkoren.

Überhaupt ist ihre Verbundenheit vor allem familiär. Wären sie nicht zusammen aufgewachsen, wären sie wohl wahrscheinlich auch nicht in derselben Band gelandet, erzählen sie selbst. Trotz ihrer unterschiedlichen musikalischen Geschmäcker können sich die vier auf eine Lieblingsband einigen: Daft Punk. Dagegen kommt ihre Debüt-Single, „In my Mind“, allerdings erstaunlich minimalistisch daher.

Vielmehr erinnert der reduzierte Track, der um die einzigartige Stimme von Anna Wallner gebaut ist, an die großgestige Sehnsucht einer Lana Del Rey, an die innige Melancholie eines James Blake – und das alles bei einem Arrangement, das auf Klasse statt auf Masse setzt. Denn auch, wenn Wallners allesamt Tüftler*innen sind, die gerne mal über ein Jahr an einem Song sitzen, funktioniert ihr kreativer Prozess wie eine Raffinerie. Ob der geschwisterlichen Vertrautheit bedarf es nicht vieler Worte, um den Kern ihrer Songs freizulegen – nur Intuition und Geduld. Das haben die vier mit Vorbildern wie Billie Eilish und FINNEAS gemeinsam. Das, und diese besondere Gänsehaut-Stimmung, die „In my Mind“ auslöst.

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