Win Win von FENNE LILY
Obwohl sie nach dem letzten Album eine plötzliche Trennung hinnehmen musste, klingt Fenne Lily neue Platte „Win Win“ eher behaglich- wie eine warme Decke.

Es ist natürlich eine Phrase, den Gesang einer Musikerin als warme Decke zu beschreiben, die sich wohlig um die Hörenden legt. Bei Fenne Lily ist es aber einfach so: Die Britin fabriziert ähnlich betörenden Indiefolk wie ihre Landsfrau Laura Marling, ist dabei aber noch eine Spur kuscheliger – zumindest auf ihren bisherigen drei Alben. Lilys viertes Album „Win Win“ ist geprägt von einem Umzug nach New York, einer überraschenden Trennung und der anschließenden Liebeskummer-Austreibung.
Von der zeitweiligen Verzweiflung, die die Musikerin umgetrieben hat, ist auf den zehn Stücken wenig zu hören. Stattdessen folkige Behaglichkeit zwischen Banjo, Steelguitar und klöppelndem Drumset – nur in „Thank you sorry“ durchbrechen E-Gitarren die Harmonie. Und trotzdem klingt die Wahl-New-Yorkerin so klar und wach wie nie – ganz so, als hätten die jüngsten Turbulenzen in ihrem Leben eine tiefe Ruhe erzeugt, aus deren Mitte sie warme Songs geschrieben hat, die, nun ja, sich wie eine warme Decke um die Ohren legen.
Musik


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