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„All you need“ Staffel 2 läuft jetzt in der ARD

„Feiern, flirten, ficken“ titelte kulturnews zur ersten Staffel der Serie All you need – Staffel 2 ist ab sofort zu sehen, und es hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Auch wollte kulturnews der ersten Staffel den Eric-Rohmer-Plauderpreis verleihen, und auch das ist nicht ganz falsch geurteilt. Im Grunde aber leidet diese Dramedy-Serie mit vier Schwulen in Berlin daran, dass immer nur – siehe Zitat zum Einstieg – Privates, Intimes, Sexuelles im Mittelpunkt steht. Klar, die Scherben aus Staffel 1 liegen noch auf dem Boden, die Eifersucht, die Einsamkeit und der Schmerz dominieren noch immer die Handlung in Folge 1 der neuen Staffel in der ARD-Mediathek.

Auch Staffel 2 von All you need hat nichts vom pädagogischen Zeigefinger so mancher US-Serie, es wird drauflos gevögelt, ohne dass Befindlichkeiten in den Mittelpunkt rücken, tun sie es aber doch, dann wird vom Partner eingefordert und nicht primär geweint. Aber ob das reicht für eine Serie mit Anspruch? Nein, sie ist mit ihrer Ausrichtung auf Private nicht nur unterkomplex, sondern mit ihrer Fixierung auf Sex versus Treue einfach zu klischeehaft. Bleibt zu hoffen, dass sich das im Laufe der zweiten Staffel noch ändert.

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