„And in the Darkness, Hearts aglow“ von Weyes Blood
Weyes Blood thematisiert auf „And in the Darkness, Hearts aglow“ globale Krisen, Individualismus und diese postpandemische Einsamkeit.

Eine trostlose U-Bahn-Fahrt, bei der alle um einen herum apathisch auf ihr Smartphone starren, ist vermutlich das perfekte Setting für den ersten Durchlauf des mittlerweile fünften Albums von Natalie Mering alias Weyes Blood. Mering selbst wählt als Einstieg eine Party, auf der sie eigentlich gar nicht sein will: „Sitting at this party/Wondering if anyone knows me/Really sees who I am“, singt die 34-jährige US-Amerikanerin im Opener „It’s not me, it’s everybody“.
Während beim Vorgänger „Titanic rising“ aus dem Jahr 2019 der Untergang noch kurz bevorstand, ist sie mit „And in the Darkness, Hearts aglow“ voll auf der Höhe unserer Gegenwart: globale Krisen, Individualismus und diese postpandemische Einsamkeit, aus der auch Mering keinen Ausweg findet. Um Hoffnung soll es erst auf dem kommenden Album gehen, mit der Mering dann die mit „Titanic rising“ begonnene Trilogie abschließt. Bis dahin reichen zwischen außerweltlichem Folk und orchestralem Kammerpop pendelnde Songs wie „Children of the Empire“ und „The Worst is done“: Sie sind selbst dann Beistand und Versteher, wenn in der U-Bahn auch noch jede zweite Maske unter der Nase hängt.
Musik


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