„The fateful Symmetry“ von Mark Stewart: Ein herausfordernder Nachlass
Das postume Album „The fateful Symmetry“ von Mark Stewart ist keine leichte Kost, aber ein Beweis, wieso er einst von Nick Cave geadelt wurde.

Mark Stewart ist tot, und das nicht eben seit gestern. Mit 62 ist 2023 der britische Post-Punker, Avant-Funker und Industrial-Pionier verstorben, über den Nick Cave einmal geurteilt hat, dass er mit seinem experimentellen Sound – ein bisschen Jazz, ein bisschen Reggae, ein bisschen New Wave – „alles geändert“ habe. Was genau, hat Cave allerdings nicht verraten.
Und auch auf Stewarts letztem, neun Tracks dickem postumen Album „The fateful Symmetry“ bekommt, wer ihn nicht eh schon wegen seiner Arbeiten mit Trent Reznor oder Massive Attack feiert, keine eindeutige Antwort. Vielleicht, dass man nicht geradeaus singen muss, um etwas zu erzählen; dass die Breakbeats der „Matrix“-Filmreihe noch gewonnen hätten, wenn Neo regelmäßig einen durchgezogen hätte; vielleicht auch nur, dass man nie zu alt ist, um Songs über Bedauern und Widerstand, Neugier und Versöhnlichkeit zu schreiben und auch so zu meinen. In jedem Fall fordert Stewarts musikalischer Nachlass heraus, bis man am Ende zu wissen meint, woher Caves Allgemeinplatz kam.
Musik

- Storys

Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde
- Review

Nocturne von WASIA PROJECT: Eine Umarmung der Einsamkeit
Hörenswert

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

Bonobo im Interview: Raus aus dem Hamsterrad
Nach 25 Jahren als Bonobo laufen Simon Greens Songs auf TikTok schon als Klassiker. Hat er deshalb gerade sein letztes Album aufgenommen?

Ein echter Songwriter: This is Lorelei im Interview
Das neue Album von Nate Amos alias This Is Lorelei ist das bisher simpelste – und hat genau deshalb am meisten Mühen gekostet.
