„Another Time“ von Zoh Amba: Plötzlich mit Gesang
Einst als Talent am Saxofon bekannt geworden, hat sich Zoh Amba als Singer/Songwriter:in ganz neu erfunden.

Radikale Neuerfindung oder Rückkehr zu den Wurzeln? Bei der Frage, worum genau es sich bei Zoh Ambas Songwriter-Debütalbum handelt, kann die Antwort am Ende nur lauten: beides! Denn für Fans, die die Karriere Ambas schon länger verfolgen, ist der neue Sound schon eine Überraschung. Eigentlich hat sich Zoh Amba nämlich durch den innovativen Umgang mit dem Saxofon einen Namen gemacht, wie etwa dieser euphorische Artikel im Guardian zeigt. Doch das Album „Eyes full“, das am 5. Juni erscheint, sowie die neue Single „Another Time“, gehen in eine ganz andere Richtung. Hier spielt der:die nichtbinäre Künstler:in auf einmal Gitarre – und singt zum ersten Mal.
Doch aus dem Nichts kommt das alles nicht, ist die Gitarre doch das erste Instrument, das Amba einst gelernt hat. Und auch sonst schließt „Eyes full“ viele Kreise. So markiert das Album auch die Rückkehr nach Kingsport, Tennessee, wo Zoh Amba aufgewachsen ist. Nach dem Umzug erst nach San Francisco und dann nach New York ist das Album auch eine Auseinandersetzung mit den Südstaaten der USA. In den Songs auf „Eyes full“ geht es um die Menschen, die dort leben, in den Bergen Tennessees, im Bible Belt. Dazu passen die Americana-Einflüsse, die auch in „Another Time“ deutlich zu hören sind.
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