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„Balagan“ von Mirna Funk

Buchcover „Balagan“ von Mirna Funk

Mit „Balagan“ versucht Mirna Funk, ein Stimmungsbild der deutschen Kulturszene nach dem Hamas-Terror vom 7. Oktober zu entwerfen, kommt aber über holzschnittartige Figuren nicht hinaus.

Mirna Funk ist eine der lautesten pro-israelischen Stimmen Deutschlands – und eine, die keine Angst vor dem Konflikt hat. In ihrem neuen Roman erbt die Jüdin Amira unverhofft die verschollen geglaubte, einst von den Nazis gestohlene Kunstsammlung ihres Großvaters. Plötzlich ist sie Multimillionärin und gerät prompt zwischen die Fronten: zwischen Berlin und Tel Aviv, zwischen Zionismus und Postkolonialismus, sogar zwischen einzelnen Familienmitgliedern.

Ein spannendes Szenario, dem Funk leider nicht gerecht wird. Was ein erhellender Blick in die Perspektive der jüdischen Diaspora oder gar ein konstruktiver Beitrag zur verfahrenen Nahost-Debatte hätte werden können, gerinnt dank dramaturgischer Schwächen und holzschnittartiger Figuren zu einer Litanei aus Statussymbolen und anti-woken Klischees.

Hat es Mirna Funk mit „Balagan“ auf unsere Liste der besten Bücher im Februar 2026 geschafft?

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