Bill Fay: Countless Branches

Countless Branches
Dead Oceans
SINGER/SONGWRITER Lassen wir das Selbstverständliche mal vor der Tür: Zwei Alben in den 70ern, lange Pause, Leonard-Cohen- und Nick-Drake-Vergleiche, Jeff Tweedy ist Fan. Das muss man sicherlich alles nicht wissen um einen Zugang zu seinem lakonischen, klavierzentrischen Folk zu finden, aber Bill Fays mittlerweile siebtes Album „Countless Branches“ mutet schon wie ein umfassendes, abschließendes Statement an. Erneut zeichnet Fay weiche, gelegentlich zu weiche Skizzen („But the sprawling Sky and the rolling Sea/are nothing compared to the Eyes that I see“ (…) „Stars don’t cry/Stars don’t smile/they’re building blocks for you and I/and Puppies and Kittens and Birds that fly“), wundert sich über das große Rätsel des Lebens, und findet Trost und Stärke in seinen Mitmenschen. Doch ist „Countless Branches“ reduzierter, intimer und wärmer als „Who is the Sender?“ vor ein paar Jahren. Die Streicher treten in den Hintergrund, die Produktion besinnt sich gänzlich auf Fays Stimme und sein Klavier. Weniger getragen wird seine Musik dadurch nicht, aber er schafft es mit der ihm eigenen Aufrichtigkeit, seine letztlich simplen Erkenntnisse zu vermitteln, ohne dabei berechnend zu wirken. jl
Musik


Beartooth mit Pure Ecstasy: Persönlichstes Album trifft auf Welttournee

Stranger Things Live: Komponisten performen den Soundtrack in Berlin
Hörenswert

Western-Brüder aus der Schweiz: Hermanos Gutiérrez gehen auf Tour!
Das sechste Album der Schweizer Hermanos ist deutlich kosmischer als seine Western-Vorgänger. Im November kommen die beiden nach Deutschland.

Sofie Royer rechnet im Musikvideo zu Actress mit Hollywood ab
Am Freitag bringt Sofie Royer ihr inzwischen viertes Studioalbum heraus. Vorher prangert die gelernte Violinistin mit ihrer neuen Single den Umgang mit Schauspielerinnen in Hollywood an.

PAULA HARTMANN geht 2027 auf Tour: Das traurigste Mädchen der Welt
Paula Hartmann kündigt mit „zwei Punkte“ ihr neues Album „Das traurigste Mädchen der Welt“ an. Ein Song, der einen Hoffnung, selbst an den ganz dunklen Tagen schöpfen lässt.