- Review
Burnt Friedman: Musical Traditions in Central Europe – Explorer Series Vol. 4
„Let's sample tradition“, denkt sich Burnt Friedman und spürt auf seinem neuen Album den Traditionen der europäischen Musikkultur nach.

Es ist Zeit für eine Aufarbeitung. Der Berliner Elektronik-Musiker Burnt Friedmann alias Burnt Friedman möchte, dass nicht bloß außereuropäische Kulturen musikethnologisch betrachtet werden, sondern auch die Traditionen und Bräuche des weißen Europäers. Das ist die ironische Prämisse für „Musical Traditions In Central Europe – Explorer Series Vol.4“. Natürlich ist dies keine Anthologie der Hauptstadt-Clubkultur, auch deutet Friedman Techno und House nur an.
Der Künstler schichtet seine gewohnt frickeligen Sounds übereinander, arbeitet mit Synthesizern und Samplern, sortiert aber auch Bläser ein, und einmal betörenden portugiesischen Gesang. Das Fundament für all dies gewähren die großartigen Dub-Bässe. Die fein ziselierten Ambient-Sounds erinnern zuweilen an Four Tet, auch Anhänger von Apparat dürften dies zu schätzen wissen. Großartige Idee: das Album lässt sich in zwei Geschwindigkeiten hören – alle vier Seiten der Vinyl-Ausgabe können entweder auf 45 oder 33 rpm wiedergeben werden.
Musik


Too close for Running - Aron!

Ansingen gegen die Angst: Lael Neale geht auf Tour
Hörenswert

- Storys
Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

The fatal Flaw: Paris Palomas Schlacht gegen KI und Patriarchat
Paris Paloma kämpft auf „The fatal Flaw“ gegen KI in der Kunst und patriarchale Systeme. Ein Album wie ein Kampfschrei, der nicht loslässt.
