Too close for Running – Aron!
Wie heiße Schokolade an einem Regentag: Aron!s „Too Close for Running“ ist ein soulig-verspieltes Geständnis in Songform.

Aron!s neues Album wirkt wie eine Tasse heiße Schokolade an einem regnerischen Herbsttag. Eine Mischung aus Funk, Gemütlichkeit, Jazz und Lofi, die vom ersten Ton an von innen wärmt. Gleich der Opener „Love is how you lose“ legt die Karten offen: gitarrenschwer, umhüllt von einem Chor und ehrlich bis auf die Knochen gesteht der 22-jährige US-Amerikaner seine Angst, sich zu verlieben und dabei alles zu riskieren. Ganz anders „Shiny Stockings“: verspielt und akustisch gezupft ist dies ein Song, der einfach nur schwärmt.
In den Duetten – allen voran mit Dodie, mit der Aron letztes Jahr auf Tour war – zeigt sich das eigentliche Herzstück: Seine samtige Stimme verschmilzt mit weiblichen Gegenstimmen zu kleinen Liebesgeschichten. Insgesamt ist das Album ein Geständnis in Songform. Darüber, wie er liebt, wie er sich fürchtet, wie er träumt. Es fühlt sich an, wie nach Mitternacht in einer fast leeren Jazzbar zu sitzen, wenn plötzlich jemand ans Mikro tritt, die Instrumente leiser gestellt werden und für einen Moment alles glänzt und in Ordnung ist. Ein wunderbar persönlicher, souliger Newcomer.
Musik


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