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Der Doppelagent und das Gift

Der Anschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und auf seine Tochter Julia vor drei Jahren war ein Schurkenstück allererster Güte. Jetzt zeigt Arte die Miniserie „Der Giftanschlag von Salisbury“, die auf Basis wahrer Begebenheiten und Interviews die Ereignisse von 2018 nachzeichnet.

Regisseur der Serie ist Saul Dipp, der bisher für mehrere Folgen der Krimiserie „Dublin Murders“ verantwortlich zeichnete und für die BBC den Roman „NW“ von Zadie Smith verfilmte. „Der Giftanschlag von Salisbury“ ist Dipps erster Polithriller. Der Anschlag war mit dem Nervengift Nowitschok verübt worden, was zu schweren diplomatischen Verstimmungen zwischen Westeuropa und Russland führte.

Nicht nur Skripal und seine Tochter waren schwer erkrankt, auch einer der Kriminalbeamten bekam eine schwere Dosis des militärischen Nervenkampfstoffes aus russichen Laboratorien ab. Skripal hatte in seiner aktiven Zeit zwar für den russichen Geheimdienst GRU gearbeitet, war aber zum britischen MI6 übergelaufen und hatte diesem zugeliefert. Er lebte als Überläufer mit seiner Tochter im englischen Salisbury, als der Anschlag auf ihn verübt wurde. Das Nervengift Nowitschok war in den 1970er-Jahren in der Sowjetunion entwickelt worden, Russland hat nach der Vergiftung von Skripal jedoch immer wieder dementiert, mit dem Attentat irgendetwas zu tun zu haben.

Die Serie beginnt mit dem Anschlag auf den auf der Parkbank zusammengesunkenen Sergej Skripal und einer zunächst ahnungslos agierenden Polizei, ehe der Fall sehr schnell eskaliert und zum Politikum wird, das seinerzeit die ganze Welt in Atem hielt. Arte zeigt den Vierteiler in deutscher Sprache.

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