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„Die Ipcress-Datei“ auf Sky und Wow: Spione im Kalten Krieg

Soldat im Knast wird Agent: „Die Ipcress-Datei“ auf Sky und Wow ist ein gelungenes Remake des gleichnamigen Films mit Michael Cane.

Der britische Soldat Harry Palmer (Joe Cole) verdient sich in der Serie Die Ipcress-Datei (auf Sky One und Wow) Anfang der 1960er-Jahre als Schwarzhändler im Berlin der Nachkriegszeit ordentlich was dazu. Dann verhaftet ihn die Militärpolizei, und er wird in England zu acht Jahren Militärgefängnis verurteilt. Als aber der Physiker Professor Dawson entführt wird, der gemeinsam mit US-amerikanischen Wissenschaftlern an der Neutronenbome forscht, greift der britische Geheimdienst auf Palmer zurück: Falls er als Agent erfolgreich sein sollte, wird ihm das Gefängnis erlassen. Palmer schlägt ein und darf schon bald mit der Agentin Jean Courtney (Lucy Boynton) aktiv werden.
Die Ipcress-Datei ist ein äußerst gelungenes Remake des Films „The Ipcress File“ mit Michael Cane in der Hauptrolle, der damals lange als der bessere Bond galt. Für die neue Serie zeichneten Regisseur James Watkins („McMafia“, „Black Mirror“) und Drehbuchautor John Hodge („T2 Trainspottin“) verantwortlich. Joe Cole („Gangs of London“, „Peaky Blinders“, „Black Mirror“) spielt den aus dem Arbeiter-Milieu entstammenden Harry Palmer,  Lucy Boynton seine Geheimdienst-Partnerin Jean Courtney, die sich ständig der Heiratswünsche ihres Verlobten erwehren muss; der wähnt sie als Sekretärin bei der BBC und will ihr im Fall einer Heirat sofort den Job verbieten. Die Ipcress-Datei ist, gerade was Frauen oder Schwarze in verantwortungsvollen Berufen anbetrifft, eher von den aktuellen Forderungen nach diverser denn nach historisch korrekter Besetzung geprägt. Allerdings greifen manche Dialoge genau diesen Sachverhalt auf und wenden ihn ins Komische.

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