Die Serie des Sommers: Warum ihr „Sterling Point“ nicht verpassen dürft
Amazon Prime ist gerade DER Ort für Teenie-RomCom-Serien. Nach "Off Campus" und "Fünf Sommer mit dir" kommt jetzt der nächste Sommerhit: "Sterling Point".
Annie (Ella Rubin) und ihr Zwillingsbruder Connor (Keen Ruffalo) erben eine Insel voller Familiengeheimnisse, und plötzlich steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf. Zwischen Sonnenuntergängen am See, prickelnden Romanzen und Freundschaften suchen die beiden nach der Wahrheit über ihre Familie und sich selbst. Schon jetzt Platz eins. Und das zu Recht.
Pures Sommerurlaubs-Feeling
Was macht die Serie eigentlich zum absoluten Obsessions-Garanten? Erstens: der pure Sommerurlaubs-Flair, der sich vom ersten Bild an ausbreitet und ein sofortiges Feriengefühl auslöst. Die kleine Insel in der kanadischen Muskoka Region bietet kristallklare Seen, in die man direkt hineinspringen möchte, waschechten Smalltown-Charme mit süßen Thriftstores, gemütlichen Cafés und Bootsverleihen. Sonne, Spritztouren, Salzwasser in den Haaren, ach – man will da einfach sofort hin.
Mit Annie schlüpft man selbst in die Entdecker-Rolle. Gemeinsam mit ihr lernt man die Insel und ihre Bewohner:innen kennen und merkt schnell, dass hier nicht alles ist, wie es scheint. Denn obwohl Annie ihren verstorbenen Großvater nie kannte, hat er ihr genau diese Insel vererbt. Ihre verstorbene Mutter soll dort viele Sommer verbracht haben, und nun hat sie nur eine einzige mysteriöse Nachricht erhalten: „Finde sie“. Bis vor Kurzem wusste Annie nicht einmal, dass dieser idyllische Ort überhaupt existiert, und dann steckt sie plötzlich mittendrin.
Ein kompliziertes Liebesdreieck (natürlich)
Früh lernt Annie den Bootsverleiher Joe kennen, der ihre Mutter offenbar kannte, aber partout nicht mit der Sprache herausrücken will. Sein Sohn Ellis (Jacob Whiteduck-Lavoie) wird schnell zu einer ihrer wichtigsten Bezugspersonen, und es knistert direkt gewaltig. Doch dann taucht ein Junge aus Annies Vergangenheit auf, ihr alter Schulfreund Rory (Daniel Quinn-Toye) macht zufällig in Sterling Point Urlaub, und zack haben wir ein kompliziertes Liebesdreieck. Dieses zieht Annie noch tiefer in die Geheimnisse und Verstrickungen der Insel hinein.
Girl-Support statt Drama
Zum Glück kommt schnell Verstärkung: Oona (Bo Bragason), ein freies, eigenständiges Inselmädchen, zeigt Annie die Gegend und lädt sie kurzerhand in ihre Freundesgruppe ein. Mit dabei: die kleine Schwester Maple (Mabel Strachan), Ramona (Amélie Hoeferle) und Co. Die Serie überzeugt mit lustigen Dialogen und purer Authentizität. Noch dazu gibt es endlich queere Liebe, die einfach sein darf, ohne Drama und Tragik. Auch Girlhood und Schwesternschaft kommen nicht zu kurz, denn die Mädels supporten sich bedingungslos, lernen einander kennen, stützen sich gegenseitig und navigieren gemeinsam durch die Ängste des Erwachsenwerdens.

Der Sommerhit, den wir gebraucht haben
„Sterling Point“ ist der leichte Sommerhit, den wir gebraucht haben, voller Repräsentation von Queerness und Freundschaft, herzzerreißend, roh und ehrlich. So authentisch hat man Gen-Z-Freundschaft selten auf dem Bildschirm gesehen. Die Dialoge sind dermaßen dem echten Leben entsprungen, dass man sich ab Folge eins mittendrin fühlt. Mitten im Insel-Drama, in der Freundesgruppe, im Sog, dem an sich kaum entziehen kann.
Eine absolute Serienempfehlung, die den Hits „Off Campus“ und „Every Year After“ in nichts nachsteht. Während diese beiden Prime-Sommerserien bereits mit riesigem Anschluss starteten, brachten sie ihre Fangemeinde allerdings von den beliebten Buchvorlagen mit, auf denen sie basieren. „Sterling Point“ kommt dagegen ganz ohne diesen Vorschuss daher und überzeugt trotzdem so sehr, dass es jetzt schon auf Platz eins steht. Die Fangemeinde brauchte keine Buchvorlage, sie ist einfach sofort da – und hofft schon jetzt sehnlichst auf Staffel zwei.