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Musik

Dolly Parton ist tot: Diese Songs werden bleiben!

Dolly Parton ist tot. Bleiben werden über 3 000 Songs. Wir haben vier ausgewählt, die im Gedächtnis bleiben werden.

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(Foto: Union20 in der Wikipedia auf Englisch, Public domain, via Wikimedia Commons)

Sie war Country-Sängerin, Philantropin, Namensgeberin für das Klonschaf Dolly und natürlich die Patentante von Hannah Montana. Dolly Parton hat der Popkultur in den vergangenen Jahrzehnten ihren Stempel aufgedrückt. Mit ihrem Schaffen hat die für ihren extravaganten Style bekannte Künstlerin vier Generationen erreicht. Am Dienstag ist sie mit 80 Jahren verstorben.

„A Coat of many Colors“

Dolly Parton ist unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Sie wurde 1946 in Tennessee als eines von zwölf Kindern des Farmers Robert Lee Parton geboren. In „A Coat of many Colors“ erzählt Parton die Geschichte einer Tochter, deren Eltern kein Geld für einen neuen Mantel haben – und die deshalb mit einem bunten Mantel, den ihre Mutter selbst gemacht hat, zur Schule geht. Und auch wenn die anderen Kinder lachen, ist die Tochter stolz auf ihren Mantel. Parton sollte den bunten, extravaganten Style ein Leben lang beibehalten. Ihre Herkunft hat sie geprägt. Sie wusste, dass ihr Vater als Analphabet nie die Chance bekommen hatte, seinen Träumen nachzugehen. 1995 gründete Parton die „Imagination Library“, die registrierten Kindern in fünf Ländern zwischen der Geburt und dem fünften Lebensjahr, unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern, jeden Monat ein Buch schenkt. Seit den 90ern wurden im Rahmen dieser Aktion über 330 Millionen Bücher verschenkt.

I will always love you“

In den 60er-Jahren hatte der Country-Sänger Porter Wagoner eine in den Vereinigten Staaten erfolgreiche Fernsehshow. Er stieß 1967 auf Partons Single „Dumb Blonde“ und war begeistert.Seitdem gehörte sie einige Jahre zum festen Ensemble der Show und war Wagoners gefeierte Duettpartnerin. Bald jedoch spürte Dolly, dass für sie die Zeit gekommen war, sich von Wagoner zu lösen. Sie verließ die Show. Zum Abschied schrieb sie für Wagoner mit „I will always love you“ einen ihrer berühmtesten Songs. Die „Bodyguard“-Coverversion von Whitney Houston sollte 20 Jahre später zur am meisten von einer Frau verkauften Single aller Zeiten werden. Als Elvis Presley ihr anbot, den Song für die Hälfte der Rechte an „I will always love you“ zu singen, gab Parton dem King of Rock’n’Roll einen Korb. Bis zu ihrem Tod hielt Dolly Parton das Urheberrecht all ihrer geschriebenen Songs. Am Ende kam sie auf über 3 000.

„Jolene“

An ihrem ersten Tag in Nashville traf Dolly Parton in einem Waschsalon auf Carl Dean, einen jungen, aufstrebenden Bauunternehmer. Die beiden verliebten sich und blieben bis zu Deans Tod im März 2025 rund 60 Jahre lang verheiratet. In der Geschichte, die Parton gerne über ihren größten Hit erzählte, spielt Dean eine wichtige Rolle. Sie habe einmal beobachtet, wie eine Bankangestellte – mit roten Haaren – mit Dean geflirtet habe. Aus diesem Gefühl heraus schrieb sie den wohl sanftesten Eifersuchtssong der Geschichte: „Jolene“. Der berühmte Song nimmt die Perspektive einer verzweifelten Frau ein, die die wohl sehr hübsche Jolene anfleht, jeden anderen Mann zu nehmen, nur nicht ihren. Kein böses Blut, nur Verzweiflung. Der Song wird bis heute regelmäßig gecovert, er bringt es auf nicht weniger als 6o verschiedene Versionen, von Olivia Newton-John bis Beyoncé (2024), von Dollys Patenkind Miley Cyrus bis zur Musicalserie „Glee“.

„9 to 5“

Ihr ganzes Schaffen hindurch hat Dolly Parton immer wieder gesellschaftliche und feministische Themen behandelt. So hat sie sich schon in ihrer Debütsingle „Dumb Blonde“ (1967) kritisch mit dem Stereotyp des „dummen Blondchens“ auseinandersetzt und als Schauspielerin eine Hauptrolle in der Komödie „Nine To Five“ (1980) gespielt, die in Deutschland unter dem ausgefallenen Titel „Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“ lief. Parton und ihre zwei Co-Hauptdarstellerinnen spielen drei Büroangestellte, die unter ihrem sexistischen Chef zu leiden haben. Die drei Frauen träumen davon, sich zur wehr zu setzen. Dazu lieferte Parton den Titelsong „9 to 5“.

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