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Musik

The Music of Queen Live: „Eines der größten Abenteuer bis jetzt“

The Music of Queen – Live bringt die Songs von Freddie Mercury und Co. mit immer größeren Erfolg auf die Bühne. Nun geht es auch ins Ausland und nach Mexiko. Für Sänger Valentin Findling ist das vor allem eins: unglaublich.

The Music of Queen Live touren 2026 und 2027 durch Deutschland und Europa
Freddie Mercury? Nein, Valentin FIndling gibt auf der Bühne alles. ( Foto: Andy Keller)

Valentin, ihr seid dieses Jahr das erste Mal auf großer Europatour. Wie fühlt es sich an, mit eurem Projekt bald im wahrsten Sinne des Wortes Grenzen zu überschreiten?

Dass wir solche Chancen bekommen, ist für mich, für uns immer noch komplett surreal. Ich bin unendlich dankbar, dass es diese Musik gibt und fühle mich wie auf Wolke sieben, dass ich mit meiner Band diese Musik in so großem Stile weiterverbreiten darf. Dadurch, dass wir nicht nur in Deutschland spielen, spüre ich die wachsende Verantwortung, der wir gerecht werden müssen. Das ist eine sehr herausfordernde Aufgabe, aber auch eine sehr tolle. Keiner von uns in der Band hätte gedacht, dass wir mal solche Möglichkeiten haben werden. und wir geben alle, ihnen gerecht zu werden.

Was glaubst du: Werden die Fans in Paris, Zürich, Wien und Reykjavik anders auf euch reagieren als in Deutschland? Oder ist die Musik von Queen etwas, das die Menschen überall auf der Welt auf dieselbe Weise mitreißt?

Ich denke, das Tolle an der Musik von Queen ist, dass sie beig anz vielen Menschen Anklag findet. Deswegen funktioniert es auch so gut in so vielen verschiedenen Ländern und Kulturen. Für uns als deutsche Band gibt es auf jeden Fall einige Herausforderungen. Ich kann mir vorstellen, dass wie auch hier in Deutschland das Publikum aus anderen Ländern uns teilweise erstmals skeptisch begegnen könnte. Und damit gilt es auf jeden Fall umzugehen. Wir haben den Anspruch, jeder Stadt und jedem Land persönlich zu begegnen. Das heißt für uns, dass wir besonders die Gemeinsamkeiten zwischen uns und dem Publikum betonen, egal, in welchem Land wir spielen. Und hier kommt dann die Musik von Queen ins Spiel, die etwas Vereinendes hat. Am Ende können wir dann trotzdem nur hoffen, dass gesehen wird, wie viel Liebe und Respekt in der Art steckt, in der wir die Musik von Queen wiedergeben und interpretieren. Das hat bis jetzt ganz gut für uns funktioniert. (lacht)

Apropos überall auf der Welt: 2027 tretet ihr sogar in Mexiko auf. 1981 waren Queen vor Zehntausenden von Leuten im mexikanischen Puebla aufgetreten – damit folgt ihr Freddie und Co. in ihren Fußspuren. Das muss doch aufregend sein, oder?

Die Konzerte der Mexikotour von Queen 1981 habe ich mir bereits viele Male auf Video angesehen. Ich bin wahnsinnig fasziniert von diesem Land und hab schon vieles über das tolle Publikum gehört. Unsere Mexikotour ist für mich auf jeden Fall eines der größten Abenteuer bis jetzt. Wenn wir nur ansatzweise etwas von der Liebe abbekommen, die das Publikum in Mexiko damals Queen entgegengebracht hat, dann sind wir, glaube ich, alle überglücklich.

Am 5. September hatte Freddie Geburtstag, er wäre 80 Jahre alt geworden. Macht das was mit einem, wenn man Abend für Abend auf der Bühne in diese Rolle schlüpft? Wie eng ist deine Beziehung zu ihm?

Das ist schon Wahnsinn. Mich hätte natürlich total interessiert, wie ein 80-jähriger Freddie so wäre. Und ich denke schon, dass es etwas mit mir macht. Ich habe mich auf jeden Fall in den letzten fünf Jahren sehr viel weiter entwickelt. Vieles davon habe ich Freddie zu verdanken. Seine Songs und die Songs von Queen zu singen, das macht einen zwangsläufig zu einem besseren Musiker und in meinem Fall zu einem besseren Sänger. Ich lerne immer noch sehr viel von Freddie und wie er Musik verstanden und sie präsentiert hat. Auch seine Risikofreudigkeit und seine sehr freie Art auf der Bühne hat mich sehr beeinflusst. Wenn man so viel Zeit wie ich darauf verwendet, sich mit einer Person auseinanderzusetzen, entwickelt man auf jeden Fall eine besondere Beziehung zu dieser Person, auch wenn sie nur einseitig ist. Ob diese Beziehung nun spezieller oder besonderer ist als bei einem Fan, den sein Leben lang viel mit Freddie und seinen Songs verbindet – das kann ich nicht sagen. Ich glaube, ich bin einfach einer von vielen, die sich sehr verbunden mit Queen und Freddie fühlen. Und abseits der Bühne darf ich als Valentin auch einfach nur Fan dieser Musik sein, was mir sehr, sehr gut gefällt (lacht).

Als wir das letzte Mal miteinander sprachen, hast du gesagt: „Ich stelle ich mir oft vor, was Freddie mit seinen fast 80 Jahren wohl jetzt so tun würde.“ Ja, was stellst du dir denn so vor?

Meine Antwort auf diese Frage ist natürlich sehr subjektiv. Aber ich kann mir vorstellen, dass Freddy sehr beeindruckt wäre, wie viele ambitionierte Musikerinnen und Musiker es in der Welt gibt, wie viele Menschen musikalische Grenzen austesten, und es würde ihn, glaube ich, auch freuen zu sehen, mit wie viel Respekt und Liebe die Legacy von ihm und Queen aufgegriffen wird. Für den 79-jährigen Freddy würde ich mir wünschen, dass er zusammen mit seinem Partner Jim und circa 20 Adoptivkatzen irgendwo in einem schönen, extravaganten Landhaus beim Tee mit einem Lächeln auf sein Leben zurückblickt.

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