„HOME.S.“ von Esbjörn Svensson: Ein grandioser Fund
„HOME.S.“ bietet neun melodische, komponierte Stücke aus dem Nachlass von Esbjörn Svensson.

Das Album „HOME.S.“ von Esbjörn Svensson ist unser Jazzthema der Woche
E.S. – das war ein Markenzeichen. Zusammen mit dem T standen die Buchstaben für das Esbjörn Svensson Trio, dem wohl erfolgreichsten europäischen Jazztrio der letzten Jahrzehnte. Nun kommen sie auch im Titel einer Sammlung von neu entdeckten Songs vor – den ersten Soloaufnahmen von Esbjörn Svensson überhaupt.
Am 14. Juni 2008 ist der schwedische Pianist tragisch bei einem Tauchunfall in den Schären Stockholms gestorben. Nur wenige Wochen zuvor hatte Svensson selbst sein Kellerstudio mikrofoniert und dort professionell aufgenommen. Betitelt nach griechischen Buchstaben, sind dies durchgehend melodische, komponierte Stücke zwischen Blues und Klassik, mit gelegentlichen freien Einsprengseln. Ob die neun Songs von „HOME.S.“ wirklich als Album gedacht gewesen waren, weiß nur der Komponist selbst – es könnten auch Fingerübungen auf extrem hohen Niveau sein. Ein grandioser Fund, nicht nur für Svenssons Frau Eva: „Als ich diese Musik entdeckt habe, hat es sich wie eine Nachricht angefühlt, die über eine Grenze geschmuggelt wurde.“
„HOME.S.“ von Esbjörn Svensson ist unser Jazzthema der Woche. Zuletzt haben wir an dieser Stelle auf Two Steps From Hell und ihr Album „Live – An Epic Music Experience“ hingewiesen.
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