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„Father, Mother, Sister, Brother“: Hochkarätige Charakterstudie

„Father, Mother, Sister, Brother": Der Vater (Tom Waits) sitzt auf dem Sofa.
Der Vater (Tom Waits) lebt isoliert in einer abgelegenen Hütte am See. (C: VagueNotion2024_ Foto: Atsushi Nishijima)

Den neuen Episodenfilm von Jim Jarmusch gibt es jetzt auch im Home-Kino.

„Father, Mother, Sister, Brother“ steht ab 18. 6. auf Magenta TV zur Verfügung.

Es dauert, bis man die Eltern groß hat. Das Comedy-Drama von Jim Jarmusch erzählt in drei Kapiteln von je einer Familie, die nichts außer den komplexen Verhältnissen zwischen Eltern und erwachsenen Kindern verbindet. Mit Humor, aber auch mit einem Hauch Melancholie, porträtiert der Film emotional distanzierte Eltern und orientierungslose große Kinder. Der erste Teil, „Father“, spielt an einem abgelegenen See im Nordosten der USA, „Mother“ führt nach Dublin, und „Sister, Brother“ entfaltet sich in Paris.

In „Father“ besuchen zwei Geschwister ihren isoliert lebenden Vater, um dessen Gesundheit und bisherigen Drogenkonsum sie sich Sorgen machen. „Mother“ zeigt die Spannungen zwischen einer erfolgreichen Autorin, die sich jährlich mit ihren Töchtern zum Kaffeetrinken trifft, obwohl alle drei in derselben Stadt wohnen. „Sister, Brother“ weicht von diesem Schema ab. Das letzte Kapitel des Films begleitet ein Geschwisterpaar, das die Wohnung der Eltern ausräumen muss und dabei mit Erinnerungen konfrontiert wird.

„Father, Mother, Sister, Brother“ ist ein leiser Film, in dem Blicke und Bilder ebenso viel ausdrücken wie die wenigen Worte, mit denen die Hauptfiguren auskommen. Bei den Filmfestspielen von Venedig wurde das Comedy-Drama mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Zum Star-Cast gehören unter anderem Tom Waits („The Dead don’t die“), Adam Driver („Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“), Dr. Mayim Bialik („The Big Bang Theory“) und Cate Blanchett („Carol“).

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