Flora von Jonáš Zbořil
Das Ding aus einer dystopischen Welt: In dem Debütroman „Flora“ von Jonáš Zbořil findet ein junges Paar ein seltsames Geschöpf – und nimmt es bei sich auf …

Das junge Paar Adam und Sarah entdeckt bei einem nächtlichen Spaziergang durch eine abgeriegelte Zone ein seltsames Wesen: Flora, so nennen sie das kleine Geschöpf, ist weniger ein Mensch als eine verkabelte Pflanze. Dennoch nehmen sie Flora bei sich auf … Die Themen, die Zbořil in seinen ersten Roman einwebt, könnten kaum aktueller sein: Klimawandel, die Ausbeutung der Natur, Mensch und Technik. Der Plot ist in einer dystopischen Beinahe-Gegenwart angesiedelt, die dadurch umso greifbarer wird, dass der Autor die Ursache für die verschobenen Verhältnisse an keiner Stelle erklärt.
Seine Art, implizite Botschaften zu vermitteln, ist besonders für ein Debüt sprachlich beeindruckend. Etwa verwendet Adam für Flora häufig Begriffe, die sie wie ein Tier oder eine Kreatur wirken lassen, während Sarah schnell eine Bindung zu ihrem „Kind“ aufbaut. Der distanzierte Schreibstil lässt die Figuren etwas kalt und unergründlich wirken, und einige schon bekannte Tropes sind vorhanden. Trotzdem ist „Flora“eine Empfehlung für alle, die sich für SciFi, Horror und komplexe Fragen begeistern.
Hat es „Flora“ von Jonáš Zbořil auf unsere Liste der besten Bücher im Oktober 2026 geschafft?
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