Friberty – Friberty I
Mit zwei Synthesizern, einem Drumcomputer und Jens Friebe packt sein Schulenglisch oben drauf – in seiner Neuerfindung Friberty

Liberté toujours, meinetwegen. Aber Jens Friebe ohne deutsche Texte und stattdessen in einem leicht unbeholfenen Schulenglisch? Nun, Friberty ist seine Neuerfindung, und „Fireflies“ fühlt sich zunächst auch irgendwie noch vertraut an: „If sleep is death’s little brother, wouldn’t sleeplessness be the little sister of immortality?“ Doch schon beim folgenden „Dragonfly“ kann nur ein Blick in die liner notes die Irritation lösen: Friebe übersetzt „Geh zu ihr“ von den Puhdys und leitet dann zu „Venus in Furs“ von Velvet Underground über. Referenzen lauern hier überall, und es hat wohl auch etwas zu bedeuten, wenn beim Mitsingen zu „Real Time“ plötzlich auch Walter Benjamin auf der Tanzfläche auftaucht.
Die Jagd nach den Metaebenen macht nicht zuletzt so viel Spaß, weil Friebe mit nur zwei Synthesizern und Drumcomputer stets zwischen vermeintlich billigen Hooks und Rumpeligkeit pendelt. „Do we wanna save the world, girls, or do we wanna watch it burn?“, fragt er am Ende von „Real Time“. Doch danach folgt mit „Games in the Garden“ noch eine Utopie, die nach Erfüllung eines Fünfhundertjahresplans das königslose Königreich verspricht. Puh.
Musik


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