MUSIK

H.E.R.: Neues Video zu „Fight for you“ mit Filmclips

judas and the black messiah
Lakeith Stanfield als William O’Neal in „Judas and the Black Messiah“

Schon vor einem Monat hat die Musikerin H.E.R. ihren Song „Fight for you“ veröffentlicht. Der Track ist eine Hymne gegen den Rassismus und ist Teil des Soundtracks des Films „Judas and the Black Messiah“, der die Ermordung des Bürgerrechtlers Fred Hampton behandelt. Jetzt gibt es ein weiteres Video zum Song. Darin sind Clips aus dem Film zu sehen, der in den USA bereits im Februar in den Kinos gestartet ist. Das neue Video kann man exklusiv auf der Webseite von Variety sehen, wo außerdem Kommentare des Filmregisseurs Shaka King zu lesen sind.

Dort erzählt King unter anderem, was ihn motiviert hat, H.E.R. zu bitten, „Fight for you“ für seinen Film zu komponieren. Er lobt ihre „Vielseitigkeit als Musikerin, ihre Seele, ihre künstlerische und persönliche Integrität.“ Im Voraus habe er H.E.R. ein paar Hinweise gegeben, welchen Sound er sich für den Film vorstelle, der in den 60er-Jahren spielt. „Ich wollte ihr so viel kreativen Freiraum lassen wie möglich – habe aber gleichzeitig deutlich gemacht, dass ich gern etwas Zeitgemäßes mit Echos von 1968 hören würde. Als ich die Curtis-Mayfield-Inspiration gehört habe, sagte ich ,Ja!‘“

H.E.R.: Fred Hampton lebt weiter

Am besten, so King, gefällt ihm der Refrain des Songs, in dem es heißt: „Freedom for my brothers/Freedom ’cause they judge us/Freedom from the others/Freedom from the leaders, they’re keeping us/Freedom gon’ keep us strong/Freedom if you just hold on/Freedom ain’t free at all, no.“ Dieser Text sei sehr passend für den Film, in dem Fred Hampton vom FBI erschossen wird, nachdem ihn der Doppelagent William O’Neal verraten hat.

„Ein Filmtitel, über den ich nachgedacht habe, war ,The Price of Freedom‘ oder ,The Cost of Freedom‘“, so King. „Ihre Lyrics haben ein Thema des Films eingefangen, denn darin geht es um zwei Männer, die nach Freiheit streben, aber sehr unterschiedliche Definitionen davon haben, was das bedeutet und wie man sie erreicht. Für O’Neal ist der Preis der Freiheit seine Seele. Für Chairman Fred ist es sein Leben.“

H.E.R. selbst sieht ihren Song trotz des Retro-Sounds als hochaktuell. „Es gibt nicht viel, das diese Zeit und diese Geschichte von dem trennt, was heute mit der Black Lives Matter-Bewegung in der Schwarzen Community passiert“, sagt die Musikerin. „Ich wollte eine universelle Botschaft schaffen, die einfängt, was heute immer noch passiert und wie das die beiden Generationen verbindet. Wir reichen die Fackel weiter und führen Hamptons Arbeit fort.“

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