Hannes Wader: Nie mehr zurück …

Nein, davor ist wirklich niemand gefeit. Davor, sich der fürs Weltbild bitteren Polit-Realität durch kleine Fluchten ins Vorgestern zu entziehen. Wader, DKP-Barde von einst, entsinnt sich seiner Kindheit, der väterlichen Transpiration („ein Geruch nach Schweiß und Erde“) und längst verflossener Geliebter. Dies in reimloser, rezitierter Prosa zu wenig mehr als akustischer Folkpicking-Gitarre, im Refrain dann erst zu gesungenen Versen sich formend. Unter der Tünche des sanft-nostalgischen Rückblicks ahnt man aber Waders Frust über den erzwungenen Rückzug ins Unpolitisch-Private.
Musik

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Hörenswert

Dad Harmony: Schwedische A-cappella-Väter auf Tour
Es begann auf einem Junggesellenabschied, heute haben Dad Harmony Fans auf der ganzen Welt. Jetzt kommen die Schweden nach Deutschland.

Fast am Altar: Blondshells Fur Elise
Manchmal ist die schönste Metapher eine, die eigentlich gar nicht passt. Mit „Fur Elise“ veröffentlicht Blondshell alias Sabrina Teitelbaum einen Song, der klingt wie die vorletzte Szene eines Coming-of-Age-Films.

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