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Dunkeldeutsches Singspiel

„Hotel Giesing – das Viertel bleibt dreckig“
Markus Lehmann-HornFoto: Schelke Umbach

Wenn das Hotel Giesing zum Schauplatz politischer Debatten wird, geht es musikalisch zu. Das „dunkeldeutsche Singspiel“ von Regisseur Cornel Franz und Komponist Markus Lehmann-Horn (Foto) sagt den Neuen Rechten den Kulturkampf an. Das durch Crowdfunding finanzierte Projekt kann nun diesen Herbst durchstarten:

Uraufführung „Hotel Giesing“ im September

Unter dem Titel „Hotel Giesing – das Viertel bleibt dreckig und die Kunst frei“ feiert das Stück seine Uraufführung am Mittwoch, den 30. September um 20 Uhr im Utopia, München.

Das Setting ist die Hotel-Lobby. Hier versammeln sich verschiedene Gäste und das Hotelpersonal zum Gedankenaustausch. Das Zusammentreffen der unterschiedlichen Gemüter wird zum kulturpolitischen Schlagabtausch. Dem Unmut über „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“-Floskeln wird emotional Luft gemacht. Das Singspiel verspricht unterhaltsame Improvisation mit Musik und Text. Die Idee dahinter: Gemeinsam zeigen, dass Intoleranz, Engstirnigkeit und kulturpessimisitisches Gedankengut rechter Natur keine Chance hat. Dem besorgten Tonfall der AFD über den Zustand Deutschlands wird ein passender D-Moll-Akkord verliehen. Diesem wird mit Witz, Intelligenz und Selbstbewusstsein ein starker Auftritt gegenübergestellt. Es wird nicht geschwiegen, sondern gesungen, gespielt und debattiert.

Es spielen:

Adolfo, Hotelportier: Yosemeh Adjei
Bille und Marie, Gäste: Sibylla Duffe und Maria Helgath
Die Stammgästin: Bettina Ullrich
Jürgen „Inkognito“: Jürgen Tonkel
Hotel-Lobby Pianist: Michael Gumpinger

Musik: Christian Loferer (Horn, Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters) und 4 Kollegen

Der Vorverkauf beginnt ab September. Tickets kosten 50 Euro, ermäßigt 25 Euro. Alle weiteren Infos zum Stück und den Vorstellungen gibt es auf der Facebookseite des Projekts Hotel Giesing.