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„Im Land der Vergessenen“ von Aliyeh Ataei

Portraitfoto Aliyeh Ataei, die mit „Im Land der Vergessenen“ einen Band veröffentlicht, in dem neun Erzählungen versammelt sind.
(Foto: Francesca Mantovani/Gallimard)

Die im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Iran aufgewachsene Autorin Aliyeh Ataei zeichnet mit den autobiografischen Erzählungen aus „Im Land der Vergessenen“ unvergessliche Bilder.

„Im Land der Vergessenen“ von Aliyeh Ataei ist unsere Buchempfehlung der Woche.

Aliyeh Ataei ist im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Iran aufgewachsen, ihr Leben und das ihrer Familie ist seit jeher von Gewalt und Vertreibung geprägt. In neun autobiografischen, chronologisch sortierten Erzählungen malt sie unvergessliche Bilder: wie sie als Fünfjährige die Hand in den Mund ihres kriegsversehrten Vaters steckt, damit er sich bei seinem Krampfanfall nicht die Zunge abbeißt – und wie sie viele Jahre später seine Zahnprothese gegen die eigene Hand drückt, um den Schmerz ein letztes Mal zu spüren.

Wie sie fast ihren Cousin geheiratet hätte, ehe er von den Taliban ermordet wurde – und wie sie heute mit ihrer Cousine streitet, weil keine von beiden einen Afghanen geheiratet hat. So direkt hat man die tragische Realität einer Gegend, die oft als unrettbar verloren abgetan wird, selten gespürt.

Hat es „Im Land der Vergessenen“ von Aliyeh Ataei auf unsere Liste der besten Bücher im Januar 2026 geschafft?

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